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23.07.2011
  Von: Andreas Raith

Querschüsse gegen die Verwaltung

 

Moosburg.

Dass die Sanierung des Moosburger Gymnasiums um rund 1,6 Millionen Euro teurer wird als geplant, damit mussten sich die Kreisräte wohl oder übel abfinden. Dennoch gab es in der Sitzung am Donnerstag einmal mehr zähe Diskussionen und zum Teil sogar heftige Vorwürfe gegen die Bauverwaltung. Weil die Zeit drängt, sollten die Räte den Landrat ermächtigen, zusätzliche Aufträge selbst zu vergeben. Einige wollten dagegen mitreden.

Mit 39:23 Stimmen setzten sich schließlich die Befürworter der schnelleren Variante durch. Auf Anregung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Dieter Thalhammer wurde beschlossen, dass das Rechnungsprüfungsamt bei den Vergaben beteiligt wird. Die Mehrkosten, die das Gesamtvolumen der Sanierung auf insgesamt 5,7 Millionen treiben, wurden mit einer Gegenstimme genehmigt - die kam von Rosa Westermair (CSU).

Ein Vergabe-Volumen von 2,5 Millionen Euro hatten Schul- und Kreisausschuss bereits abgesegnet. In den Ferien soll im Gebäude mit Hochdruck gearbeitet werden. Wie Siegfried Pollner von der Bauabteilung erklärte, müssten in den kommenden Wochen noch Abbruch- und Betonarbeiten, Trockenbau sowie Aufträge für Maler und Fliesenleger ausgeschrieben werden, damit es auf der Baustelle nach den Ferien schnell weitergehen kann. Auf die Genehmigung durch den Schulausschuss, der erst wieder im Oktober tagt, könne man nicht warten. Deshalb schlug Vize-Landrätin Anita Meinelt vor, die Vergabe dem Landrat zu übertragen. "Wir müssen handlungsfähig bleiben", mahnte sie. Das stieß nicht bei allen auf Gegenliebe. "Damit schaltet man die Ausschüsse aus", kritisierte Angelika Werner-Ripperger (Grüne). "Und das bei so hohen Summen." Sie erinnerte daran, dass die letzte Sitzung des Schulausschusses mangels Tagesordnungspunkten abgesetzt wurde. Ihr Fraktionskollege Johannes Becher beantragte eine gemeinsame Sondersitzung von Schul- und Kreisausschuss, fiel damit aber durch.

Aus dem CSU-Lager kam Kritik an der Bauverwaltung. Trotz der unangenehmen Überraschungen, die man erlebt habe, könne es auf einer Baustelle gut laufen, meinte Andreas Adldinger, "wenn ein Rädchen ins andere greift." Diesen Eindruck habe er allerdings nicht. Er verlangte Aufklärung, wo die Fehler gemacht wurden und ob Konsequenzen gezogen werden. "Vieles was da passiert ist, lässt einem die Haare zu Berge stehen", schimpfte Siegfried Massier, früher selbst Lehrer an der Schule. "Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Verwaltung unter großem Druck stand." Ausbaden müssten die "unzumutbaren Zustände" nun Schüler und Lehrer.

Siegfried Pollner verteidigte die Arbeit seiner Hochbau-Abteilung: "Den Vorwurf, dass nichts getan wurde, muss ich zurückweisen." Man sei von den Baumängeln überrollt worden. "Das hat uns die eine oder andere schlaflose Stunde beschert." Benno Zierer von den Freien Wählern sprang ihm zur Seite: "Wenn Fehler gemacht wurden, dann beim Bau des Gymnasiums vor 30 Jahren." CSU-Fraktionschef Florian Herrmann versuchte zu beruhigen. "Es geht nicht darum, jemandem am Zeug zu flicken", versicherte er. Allerdings gebe es gerade bei Schulbauten Kostensteigerungen in einer auffälligen Häufigkeit.

Moosburger Zeitung, 23.07.2011





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