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20.12.2007
  Von: Rene Spanier (Moosburger Zeitung)

Junges literarisches Quartett

 

Andreas Schulz gewinnt Vorlesewettbewerb - Gymnasium als Talentschmiede

Moosburg. Ein junges literarisches Quartett stand gestern in der Schülerlesebibliothek am Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium im Mittelpunkt. Denn die vier Schüler Andreas Schulz (Klasse 6a), Tamina Müller (6b), Johanna Voit (6c) und Lisa Günther (6d) nahmen am Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs teil. Die vier Teilnehmer hatten sich jeweils als Klassensieger qualifiziert. Sie mussten ihr Können nun mit einem eigenem und einem Fremdtext unter Beweis stellen. Die Jury stand dann vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Nach intensiven Beratungen über Lesetechnik, Textverständnis, Textgestaltung, Ausdrucksweißen, Textauswahl und vorgetragener Einführung stand als hauchdünner Schulsieger Andreas Schulz fest. Schulz vertritt die Moosburger Schule nun auf Kreisebene im kommenden Jahr. 

Die Moderation des Vorlesewettbewerbs lag bei Oberstudienrätin Rotraud Stöcklein in sehr guten Händen. Sie betonte den hohen Stellenwert des Lesens. Die Schüler rutschen unterdessen schon ungeduldig und nervös auf der Schulbank hin und her. Zuerst durften alle Teilnehmer einen eigenen, selbst ausgesuchten Text vortragen. Lisa Günther ging als erste ins Rennen. Sie las ein Stück aus "Das Amulett von Samarkand" vom Fantasyautor Jonathan Stroud vor. Es ist der erste Teil der bekannten Bartimäus-Trilogie. Die Fantasygeschichte handelt von Dschinn Bartimäus, der in London den Auftrag bekommt, dem hochnäsigen Zauberschüler Nathanael zur Seite zu stehen. Ein Auftrag, der Bartimäus nicht glücklich macht. Dann aber beginnt das spektakuläres Abenteuer, denn Nathanael versucht sich am Zauberer Simon Lovelace zu rächen und ihm das Amulett von Samarkand zu stehlen. Lisa Günther interpretierte den reißenden Strudel aus "mörderisch-magischer Intrigen" eindrucksvoll. Als nächstes war Tamina Müller an der Reihe. Sie las von Helmut Zöpfl aus dem Buch "Die Zauberfeder" vor. Zöpfl ist Professor der Schulpädagogik, er erhielt für seine schriftstellerischen und fachlichen Leistungen unter anderem den Schwabinger Kunstpreis, das Bundesverdienstkreuz und den Bayerischen Verdienstorden. Das spannende Buch erzählt von Felix, der neidisch auf den fremden Jungen ist, der immer die neuesten Sachen trägt und viel Geld zu haben scheint. Durch ihn lernt er den zwielichtigen Latro kennen, der auch ihm ein leichtes Leben verspricht. Nachdem aber Felix mit einer seltsamen Feder einen Vertrag unterschrieben hat, muss er erkennen, dass er seine fünf Sinne an das Böse verkauft hat. Tamina Müller las ihre Textstelle überzeugend vor. Andreas Schulz hatte sich für das Buch "Das Gold des Alchemisten" von "Avi" entschieden. "Avi" ist das Pseudonym für den Autor Edmund I. Wortis. "Das Gold des Alchemisten" ist eine spannende und meisterhaft erzählte Geschichte aus dem finsteren Mittelalter um Leben und Tod, um Freiheit, und um die Jagd nach Gold. Alle jagen hinter dem sagenhaften Gold des Alchemisten her. Andreas Schulz las sehr ausdrucksstark und betonte präzise. Johanna Voit hatte sich für "Die wilden Hühner - Fuchsalarm" von Cornelia Funke entschieden. In dieser Geschichte ging´s zur Sache: Wilde Hühner waren in heller Aufregung, denn Sprotte hatte Fuchsalarm ausgelöst. Das hieß in der Mädchensprache große Gefahr - Lebensgefahr. Voit las die "lebensgefährliche Geschichte" um aufgeschreckte Hühner, eine Mädchenbande und eine Oma, welche die Hühner schlachten will, lebendig vor. Die Jury und Oberstudienrätin Rotraud Stöcklein waren beeindruckt. Alle Schüler hatten ihre Textstellen sehr gut ausgewählt. Im zweiten Durchgang mussten die Schüler in gleicher Reihenfolge den Fremdtext "Drachenreiter" (Cornelia Funke) bewältigen. Der spannende Drachenroman handelt von den Menschen, die immer mehr zur Bedrohung der letzten Drachen der Erde werden. Also macht sich der Drache Lung zusammen mit dem Waisenjungen Ben und dem Koboldmädchen Schwefelfell auf die Suche nach dem "Saum des Himmels", der ursprünglichen Drachen-Heimat. Dieser Ort liegt im Himalaya versteckt. Auf ihrer Reise werden sie verfolgt von "Nesselbrand", dem schlimmsten aller Ungeheuer. Lisa Günther nahm die Jury mit in die mysteriöse Welt der Feen, Kobolde und Ungeheuer. Sie trug den Text einfühlsam und gut betont vor. Tamina Müller ihr Vortrag wirkte angestrengt, sie gab tapfer ihr Bestes und verdiente sich Anerkennung. Andreas Schulz trug seine Textpassage sehr ausdrucksstark vor. Er bestach durch seine Betonung, die fast zum Theatralischen neigte. Johanna Voit las ihren Text entschlossen vor. Die Jury aus MZ-Redaktionsleiter Horst Müller, Gaby Kellner (Barbaras Bücherstube), Christiane Müller (Elternbeirat), Sylvia Fischer (Schulbibliothek), Tamara Bublak (Vorjahressiegerin des Vorlesewettbewerbs), Bianca Spanier (Leistungskurs Deutsch) sowie Schulleiterin und Studiendirektorin Karoline Hellgartner hatte sich fleißig Notizen auf den Bewertungsbögen gemacht. Sie hatten nun keine beneidenswerte Aufgabe. Nach intensiven Beratungen stand das Ergebnis fest: 1. Andreas Schulz, 2. Lisa Günther, 3. Johanna Voit und 4. Tamina Müller. Getreu dem olympischen Gedanken durften sich alle als Sieger fühlen. Die Teilnehmer erhielten Gutscheine für Barbara´s Bücherstube und hatten ihre Sache sehr gut gemacht. 





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