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14.03.2008
  Von: Rene Spanier (Moosburger Zeitung)

Gesunde Ernährung für Schüler wichtig

 

Ernährungsexpertin hält Vortrag am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium

Elternbeiratsmitglied und Hauptorganisatorin Claudia Meyer, Referentin und Diplom-Oecotrophologin Sabine Schichler, Schulleiterin StDin Karolina Hellgartner und Elternbeiratsvorsitzender Prof. Dr. Wilfried Huber.

Die Mütter sollen auch weiterhin die Pausenbrote mit viel Liebe streichen.

Moosburg. Diplom-Oecotrophologin Sabine Schichler von der örtlichen "Sana Vita-Akademie für Gesundheitsbildung" hielt am Donnerstag einen sehr interessanten Vortrag im Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium rund um die richtige Ernährung. Ihre Botschaft: "Gesunde Ernährung kann die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden von Schülern erheblich steigern". Dabei sei durchaus ein bisschen Schokolade erlaubt, ansonsten seien mehrere kleine Mahlzeiten, viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und nicht zuletzt auch ausreichend Bewegung der Königsweg. Das Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium geht als eines der 25 besten Gymnasien von ganz Bayern natürlich mit gutem Beispiel voran und veranstaltet am heutigen Freitag in der 1. Schulstunde die "Aktion Gesundes Frühstück". So wird in jeder Klasse ein gesundes Frühstück zu sich genommen, denn wie sagte einst schon der römische Dichters Decimus Iunius Iuvenalis "Mens sana in corpore sano".

Der Vortrag war ein Beitrag im Rahmen des Projekts "Gesunde Schule", das derzeit mit vielfältigen Aktionen stattfindet. Der Elternbeirat des Gymnasiums hat diesen Vortrag in Zusammenarbeit mit der AOK organisiert. Nach der herzlichen Begrüßung des fast rein weiblichen Pubolikums durch Schulleiterin Karolina Hellgartner griff Sabine Schichler zum Mikrophon. Sie verkündete gleich die entscheidenden Aussage: "Man kann durch die Ernährung stark beeinflussen, ob Kinder fit sind oder nicht und ob sie seelisch gut gelaunt sind oder in depressiven Verstimmungen schwelgen".

Bevor die Referentin allerdings die entscheidenden Ratschläge aus dem Zaubersack ließ, ging sie erst einmal auf die Ausgangssituation ein. So haben die Kinder natürlich einen Energiebedarf, der sich aus einem Grundumsatz und einen Leistungsumsatz zusammensetzt. Als Baumaterial für den Körper dienen natürlich die Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Sie räumte gleich mit einem oftmals vorherrschenden Vorurteil auf "Auch das Fett wird benötigt. Man muss hierbei jedoch die richtigen Fette zu sich nehmen, wie beispielsweise die hoch ungesättigten Omega-3-Fettsäuren". Die Ernährungsexpertin wies daraufhin, dass die Nährstoffe auch in der richtigen Menge zugeführt werden müssten. So würden beispielsweise zu wenig Nährstoffe Müdigkeit und Antriebslosigkeit verursachen. Sie schickte auch den Leitsatz "Ein voller Bauch studiert nicht gern" hinterher. Entscheiden sei also die richtige Menge, nicht zu wenig und nicht zu viel. Ein weiterer entscheidender Faktor für eine konstante Leistung sei zudem das regelmäßige Essen. Optimal seien beispielsweise zwei Frühstücke, mittags eine leichte Kost, nachmittags eine Zwischenmahlzeit und ein Abendessen. Doch was mache ich, wenn mein Kind nicht frühstücken kann (=in der früh nichts essen kann)?. Die Expertin wusste Rat: Probieren sie ihrem Kind zumindest eine Kleinigkeit in der früh anzubieten. Und geben sie ihm dann ein hochwertiges Pausenbrot mit in die Schule. Schichler appellierte aber eindringlich an die zuhörenden Mütter: "Zwingen sie ihr Kind aber nie dazu, etwas zu essen".

Sie hatte noch weitere Tipps für das optimale Frühstück auf Lager, sie empfahl Getreideprodukte, Müsli und Obst. Sie fuhr im Tagesverlauf fort: "Mittags darf das Essen schon etwas deftiger sein, aber nicht zu viel. Für die Zwischenmahlzeit am nachmittag wäre Obst und Müsli optimal". Sie räumte mit einem weitern Vorurteil auf: So dürfe man ruhig auch ein bisschen Schokolade essen, denn an der Theorie mit den "Glückshormonen", also der stimmungsaufhellenden Wirkung von Schokolade, sei schon etwas dran. In diesem Zusammenhang wies sie für die Erwachsenen auch darauf hin, dass auch ein bisschen Alkohol durchaus nicht schädlich sei. So weist beispielsweise Rotwein einen hohen Polyphenolgehalt mit dem Hauptbestandteil Procyanidin auf, welchem ein positiver Effekt aufs Herz- und Kreislaufsystem zugeschrieben wird. Sie fasste zusammen: "Fünf Mahlzeiten am Tag wären optimal. Doch es müssen nicht fünf sein, denn jeder Mensch ist anders". Sie hatte noch einen wichtigen Ratschlag für die überwiegend zuhörenden Mütter aber auch die anwesenden Väter: "Machsen sie das Pausebrot ihrem Kind mit viel Liebe. Auch wenn das Kind alt genug ist, um sich das Pausenbrot selber zu streichen. Streichen sie es. Das Kind weiß ihr mit Liebe gemachtes Pausenbrot sehr zu schätzen. Verzichten sie nicht auf dieses liebevolle Ritual". Abschließend packte die Expertin noch eine ganze Reihe von Ratschlägen aus: Wichtig sei bei der Ernährung auch viel zu trinken, Minimum seien 1,5 Liter am Tag.

Sie empfahl vor allem die Apfelschorle, die im Prinzip die gleiche Wirkung hätte, wie die angepriesenen itonischen Getränke. Sie warnte eindringlich vor den "gefährlichen Alcopops". Bei Obst und Gemüse dürfe man jederzeit voll zuschlagen, es gelte hier sogar die Richtlinie "Fünf am Tag". Weitere Ratschläge waren "Calcium ist gut gegen die Müdigkeit", "kein Fast-Food" und "Obst und Gemüse nur dann kaufen, wenn dieses saisonbedingt auch in der Natur reifen/wachsen". Den  Vortrag brachte die Referentin zum Schluss auf einen gemeinsamen Nenner: "Der Königsweg ist eine abwechslungsreiche Ernährung".





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