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19.04.2008
  Von: Moosburger Zeitung

Hilfe für Waisenkinder aus armen Verhältnissen

 

Nathalie von Pressentin arbeitete in Burkina Faso – Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium spendet 700 Euro

Moosburg. Die Verbindung von Moosburg in das entfernte afrikanische Land Burkina Faso funktioniert dank Nathalie von Pressentin. Die ehemalige Schülerin des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums arbeitete nach dem Abitur in einem Zentrum für vernachlässigte, misshandelte und obdachlose Kinder in der zweitgrößten Stadt des Landes. Am Donnerstag überreichten ihr Hans Loibl und Werner Fleischmann von der Leitung ihrer ehemaligen Schule einen Scheck über 700 Euro für die Kinder in Burkina Faso.

Die Moosburger Schüler und Lehrer hatten beschlossen, den Überschuss eines Kabarettabends mit Hans Klaffl den Kindern in einem der ärmsten Länder der Welt zukommen zu lassen. Dass dies auch reibungslos funktioniert, dafür sorgt Nathalie von Pressentin, die die Summe nun überweisen wird. In drei bis vier Wochen wird das Geld dann vor Ort sein, erklärt die junge Frau, die sich sehr über die Spende freute. Nach ihrem Abitur wollte von Pressentin etwas Besonderes tun, ein anderes Land und eine andere Kultur kennen lernen. Im Januar 2007 reiste sie auf eigene Faust, das Geld hatte sie sich zuvor mit Jobben am Münchner Flughafen verdient, in die afrikanische Sonne. Bobo-Dioulasso heißt die zweitgrößte Stadt Burkina-Fasos, die für sechs Monate ihr zu Hause wurde.

Die junge Frau arbeitete in einem so genannten „Dispensaire Trottoir,“ wo Kinder von der Straße aufgenommen werden, um ihnen die Chance zu geben, ein neues Leben aufzubauen. 984 Kinder und Jugendliche werden dort versorgt und in den Bereichen Erziehung, Gesundheit, Verpflegung und Ausbildung weitergebildet. Vormittags werden drei Kindergartenklassen mit je 40 Kindern und ganztags eine 1. und 2. Klasse unterrichtet.

Das eigentliche Ziel sei jedoch, die Kinder in einem Beruf auszubilden, beschreibt von Pressentin. Im „Dispensaire Trottoir“ kann man in vier Bereichen eine Ausbildung erhalten: in der Schreinerei, Näherei, Bogolan (Stoffbearbeitung) und Pyrogravure (Bauen von Musikinstrumenten und Holzgravuren).

Außerdem besitze das Zentrum 1000 Hennen, deren Eier verkauft werden und ein sechs Hektar großes Feld. Die Kinder wechseln sich mit der Feldarbeit während den drei Monaten Sommerferien ab. Die Ernte ermöglicht, die Ausgaben für die Ernährung zu reduzieren.

In einer Bibliothek finden die Kinder Lesestoff, ein Krankenzimmer ist täglich für alle offen, da die Einwohner häufig an Malaria, Husten, Bronchitis oder Durchfall leiden. Die ärztliche Versorgung, die sich keiner der jungen Patienten leisten könnte, ist kostenlos.

Von Pressentin unterrichtete 20 Waisenkinder im Alter von sieben bis 20 Jahren und brachte ihnen die Amtssprache Französisch bei, da die meisten nur ihre Stammsprache Dioula sprechen. Die Kinder stammen aus sehr armen Verhältnissen, fast alle leben ohne Strom- und Wasserversorgung mit vielen Geschwistern in Ein- bis Zwei-Zimmer-Hütten. Kleidung oder gar Schulsachen seien Mangelware, so von Pressentin. Das Zentrum stelle einige Sachen zur Verfügung.

Die junge Frau aus Deutschland zeigte den Kindern, was man mit einem Filzstift, Pinsel oder Puzzle machen kann.

Spenden oder Patenschaften für die Kinder unter dem Kennwort „Afrika“ auf Kontonummer 14837892, BLZ 70051003, Sparkasse Freising. Spendenbescheinigungen können nicht erstellt werden. Informationen zur Patenschaft gibt es auch unter membres.lycos.fr/dispensairetrottoir/.   -ina-  





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