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09.06.2008
  Von: Niko Firnkes (Moosburger Zeitung)

Literatur beim Kunstwochenende im Zehentstadel

 

Gymnasiasten beeindruckten

Biografie-Geschichten, LK Deutsch K12

Schülerinnen der Klasse 5c

Lyrik-Prosa-Projekt, LK Deutsch K12

Michelle König, Klasse 6

Katrin Tiedemann und Julian Schwertl, Klasse 10

Franziska Ascher und Franziska Albrecht, K13

Bianca Spanier, Lk Deutsch K12

Moosburg.Kunst für das Auge und Kunst für das Ohr gingen beim Kunstwochenende eine Symbiose ein: Am Samstag und auch am Sonntag erhielt die Literatur breiten Raum. Die Altstadtförderer hatten so einen polyästhetischen Ansatz gewählt, der beide Kunstbereiche aufwertete – auch von der Besucherzahl her: Wer der Literatur wegen gekommen war, verharrte auch bei den Kunstobjekten, wer deretwegen gekommen war, durfte sich auch mit der Literatur beschäftigen.

Ute Holinski vom Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium hatte am Samstag einen Lesenachmittag konzipiert. Insgesamt 17 Schülerinnen und zwei Schüler von der Jahrgangsstufe fünf bis zum Abitur trugen ihre Werke vor, deren Qualität weit jenseits des Niveaus von Schulaufsätzen angesiedelt war. Die Gymnasiasten verstanden es, mit der Sprache Eindrücke zu formen, Bilder und Plastiken entstanden auf der morphologischen und grammatikalischen Ebene, was die Kunstausstellung trefflich ergänzte.„Phantasie und Selbstreflektion“ könnte man das Prinzip beschrieben, das sich wie ein roter Faden durch das gesamte Schaffen zog. Phantastisches, teils in der Skurrilität eines E.T.A. Hoffmann, teils mit der futuristischen Neugier eines Jules Verne, teils mit der realitätssuchenden Feder eines Karl May, diente aber nicht einem Science-Fiction-nahen Selbstzweck. Anhand des Imaginären, des Übersinnlichen fand man zurück zur Stellung der eigenen Person im Leben und zur eigenen Sinnlichkeit.Ein misslungener Bungee-Sprung, in Ich-Form dargestellt, oder aber an Märchen aus 1001 Nacht gemahnende Erzählungen aus geheimnisvollen Welten ergänzten einander zu einem literarischen Kaleidoskop. Beteiligt waren daran Franziska Albrecht, Franziska Ascher, Franziska Betz, Annkathrin Hübner, Maria Kaiser, Michelle König, Verena Kuch, Franziska Lenz, Janina Ludwig, Florian Marschall, Laura Osterloher, Melissa Puscher, Sophie Schmid, Bianca Spanier, Julian Schwertl, Katrin Tiedemann, Hannah Wangemann, Lena Weiß und Jasmin Westphal.Am Sonntag konnte Susi Piroué im Zehentstadel begrüßt werden. Die 1936 geborene Autorin liebt – wie ihre Schwiegertochter – das Reisen alleine. Als Weinexpertin des Magazins „Business Traveller“ schildert sie Geschäftsleuten nicht nur den Wein, sondern den Menschen dahinter. Neugier sei es, die sie immer wieder in die Welt hinaus treibt. Wobei nicht die Entfernung das Ziel ist: Unentdecktes in der Nähe und Gespräche mit Menschen sind es, die sie faszinieren.In ihren Texten erwies sie sich als hellwache Beobachterin. Reisen scheint für sie ein Wahrnehmen mit allen Sinnen zu sein, bevor sie ihre Eindrücke und Beobachtungen kombiniert, um sie anschließend in einer präzisen und klangschönen Sprache an ihre Leser weiterzuvermitteln. Dabei waren ihre frühen Eindrücke von Reisen tragisch: Das Fortbewegen bedeutete für sie zuallererst Flucht. Piroué sah Reisen nicht als Weg zur Selbstfindung und private Nabelschau. So durfte sich der Leser an der extrovertierten Beobachtungsgabe inklusive zahlreichen Dosen feinen Humors ergötzen.





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