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12.12.2008
  Von: Rene Spanier (Moosburger Zeitung)

Für Klimawandel und schreckliche Auswirkungen sensibilisiert

 

Multivision "Klima und Energie" - Gymnasium verbraucht 190.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr

Horst Billes moderierte die Multivision

Vereinzelt meldeten sich die Schüler zu Wort

Moosburg. Die Multivision "Klima und Energie" war am gestrigen Freitag für die Jahrgangsstufen 8, 10 und 11 am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium zu Gast. Es ist ein Film, der für den Klimawandel und seine schrecklichen Auswirkungen sensibilisiert. Örtliche Ansprechpartner standen anschließend für Fragen zur Verfügung. Johannes Hofmann vom Landratsamt informierte noch über den Energiebericht der Schulen, bei denen der Landkreis Sachaufwandsträger ist. Man erfuhr dabei, dass das Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium an Strom jährlich rund 190.000 Kilowattstunden verbrauchen würde. Diese Zahl würde in etwa dem Verbrauch von 50 Haushalten entsprechen.    Zuerst stand aber der Film auf dem Programm. Zuerst wurde der Klimawandel eindringlich aufgezeigt. So gelten die letzten zehn Jahre als die wärmsten seit Beginn der Temperatur-Messungen und es gab drei "Jahrhundertsommer" in Europa. Die Klima-Erwärmung würde auch die Meere aufheizen. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren würden schwinden, viele Fischer würde ihre Nahrungs- und Lebensgrundlage verlieren. Mit Hurrikans, Tornados und Unwettern wären auch die weiteren Auswirkungen des Klimawandels nicht zu übersehen. Besonders hart würde es dabei die armen Länder der Südhalbkugel treffen. Sie würden am stärksten unter verheerenden Überschwemmungen und Dürrekatastrophen leiden und hätten kaum Möglichkeiten, sich auf die Veränderungen vorzubereiten. Flüsse würden versiegen, fruchtbares Land veröden. Die Wüsten in verschiedenen Teilen der Welt, vor allem in Afrika und Asien, würden immer größer. Ein Viertel der Erdoberfläche wäre davon bedroht. 

Der Film ging auch auf den von den Wissenschaftlern prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels ein. Der Meeresspiegel würde ansteigen, weil sich das Wasser durch die Erwärmung ausdehnt und das Eis der Polkappen und in Grönland schmilzt. Die Arktis gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen. In den letzten 30 Jahren hat sie an Eisfläche von der Größe Skandinaviens verloren. Es schmilzt immer mehr Eis und die Temperaturen der Arktis würden fast doppelt so schnell steigen wie überall sonst auf der Erde. Auch 35 Prozent der Himalayagletscher seien bereits geschmolzen und viele Gletscherseen übervoll mit Schmelzwasser. Wenn dann ihre natürlichen Dämme brechen, gefährden die Sturzfluten viele Dörfer und ihre Einwohner. In den Alpen rückt die Schneegrenze immer weiter nach oben. Die Alpengletscher haben bereits mehr als ein Viertel ihrer Eismasse verloren. Zudem verschieben sich Vegetationszonen, Pflanzen und Tiere würden somit ihren Lebensraum verlieren und könnten sich nicht schnell genug an die neuen Bedingungen anpassen. Der Film erklärte dann den bekannten Treibhauseffekt. Knackpunkt dabei ist, dass mit der Verbrennung fossiler Energie die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid stark zugenommen hat. Die Atmosphäre heizt sich dadurch auf und die Erde wird zum Treibhaus. Die schockierende Aussage des Filmes war dabei, dass täglich drei Mal so viel Kohlendioxid in die Atmosphäre gelange, wie das Ökosystem Erde vertragen könnte. Die Deutschen würden beispielsweise pro Kopf 11 Tonnen Kohlendioxid im Jahr produzieren, das Klima unseres Planeten würde aber nur eine Tonne pro Erdenbürger vertragen. Der Film ging dann auf Energiequellen wie Kohle, Erdöl und Atomkraft ein. Er zeigte als Königsweg die unendlich erneuerbaren Energien auf. Er brach eine Lanze für die erneuerbaren Energien. Besonders die Vorteile von Solarthermie, Fotovoltaik, Geothermie und Windenergie wurden herausgestellt. Für Fragen standen dann Adolf Warth (Bund Naturschutz Moosburg), stellvertretender Vorsitzender Gerhard Scholz (Solarfreunde Moosburg), Prokurist Hanns Koller und Technischer Mitarbeiter Robert Weber (Citrin Solar Moosburg) zur Verfügung. Die Schüler zeigten sich aber zurückhaltend, so dass Moderator Horst Billes die Schüler für einen CO2-Rechner begeisterte. Hiermit konnte man seinen persönlichen CO2-Verbrauch in Bereichen wie Fortbewegung, Heizung oder Ernährung ausrechnen lassen. Am kommenden Montag, 15. Dezember, findet die Multivision in der Stadthalle Moosburg für die Schüler der Kastulus Realschule statt.





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