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22.12.2016
  Von: Christine Fößmeier (Moosburger Zeitung)

Ein ebenso "duftes" wie einmaliges W-Seminar

 

13 Schülerinnen stellen ihre Seminararbeiten zum Thema "Parfum" am Gymnasium vor

Ein Seminar – so duftig leicht wie die französische Sprache und doch erfüllt von deutschem Denkertum und Wissenschaftsgeist und dabei extrem weiblich…  Das war das W-Seminar „Parfum“ am Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium, geleitet von der in diesem Fall Französisch-Lehrerin Inge Wachsmuth, besucht von 13 versierten Schülerinnen. Am Montagabend mussten diese nun vor Publikum, zumeist Mitschüler und Eltern, ihre dazu erstellten Seminararbeiten präsentieren. Wer da war, erlebte nicht nur einen verblüffend kurzweiligen Abend, sondern konnte nebenbei einiges lernen.

Begrüßt wurde der Besucher bereits in der Aula mit Duft und Musik. Anna Sainer spielte am Klavier Chansons, Chopin und „The Entertainer“. Duft erfüllte auch den Vortragsraum – durchaus bewusst, wie später zu erfahren war, denn dieser war durchaus manipulativ eingesetzt! Doch zunächst stellte Daniela Spreng das Parfum als Waffe der Frau, unter anderem der Katharina von Medici, vor. Katharina sorgte für „das It-Piece des 16. Jahrhunderts“: Parfümierte Lederhandschuhe, die jeder haben wollte, was nebenbei für den Aufschwung der französischen Stadt Grasse sorgte. Dem Geruchssinn widmete sich Julia Angerer. Von ihr war unter anderem zu erfahren, dass Pheromone sogar den Hormonhaushalt verändern können – so groß ist die Macht der Düfte!  Völlig beeindruckt vom Körpergeruch zeigte sich Katharina Saller, die eindrücklich klarmachte, dass bereits Ungeborene ab der 28. Schwangerschaftswoche Gerüche wahrnehmen. Da das Fruchtwasser und die Brustwarzen der Mutter ähnlich riechen, finden Babys problemlos zu ihrer Nahrungsquelle und wissen auch genau, wie Mama duftet.

Johanna Lainer hatte für ihre Arbeit ätherische Öle destilliert und nach dem aufwendigen Aufbau der Versuchsanordnung noch dazu eineinhalb Stunden auf den allerersten Tropfen warten müssen. Ebenfalls den ätherischen Ölen hatte sich Nadja Elfinger verschrieben, insbesondere dem Rosenöl. Das der Bulgarischen Rose kostet stolze 10.000 Euro pro Kilo, ist aber entzündungshemmend und zellregenerierend. Seine Einnahme hilft sogar bei Depressionen. Ätherische Öle wirken, wie Teresa Scharlach darstellte, stimulierend und regulierend auf das limbische System und das Verdauungssystem. Deshalb sorgen Gewürze dafür, dass uns das Wasser im Mund zusammenfließt. Nachdenklich machte Lena Greulein mit ihren Ausführungen zum Oud. Das aus dem Harz des Adlerholzbaumes gewonnene ätherische Öl wird teurer gehandelt als Gold und könnte noch kostbarer werden, da der Baum vom Aussterben bedroht ist. Dabei weiß noch niemand Genaues über die durch Pilzbefall entstehenden besonderen Harze. Wer als Jugendlicher auf teure Mittelchen gegen Pickel setzt, sollte lieber gleich zur Heilerde greifen. Das war von Laura Hübner zu erfahren, die für ihr Thema „Die Haut – ein Meisterwerk der Natur“ Versuche am lebenden Objekt durchgeführt hatte. Problematisch ist, folgt man Marlene Heimbecks Ausführungen, die Funktionsweise von Allergenen bei einer Parfum-Allergie, die beispielsweise zu Kontaktekzemen oder Asthma führen können. Sophia Setzensack gab einen Einblick in die Naturkosmetik und stellte Produkte zweier Firmen vor. Generell gelte es, entweder auf die Inhaltsstoffe oder ein Siegel zu achten. Nicht nur zwei Rezepte zu Naturkosmetik hatte Julia Bury mitgebracht, sondern auch hilfreiche Ernährungstipps rund um die Hautpflege: Petersilie „fördert samtweiche Haut und glänzendes Haar“. Hauttypen sind so individuell wie der Charakter, erklärte Elena Kohde. Damit die Haut möglichst lang schön bleibt, gelte es jedoch vorsorglich schon in jungen Jahren durch Lebensstil und nicht zu viel und nicht zu wenig Pflege etwas zu tun. Zuletzt lüftete   Nicole Collignon das Geheimnis des Dufts und des im Vortragssaal verwendeten Grapefruit-Raumdufts: Düfte können uns emotional beeinflussen, konzentrierter und sogar glücklicher machen. Wie sie uns beeinflussen, hängt jedoch in großem Maß von unseren Kindheitserfahrungen ab. Die Schülerinnen hätten nach eigenem Bekunden noch ewig weiterreden können. So vielfältig war das Thema und ist es die Geruchswelt. Zu entdecken hatte es an dem Abend zudem noch viel mehr gegeben: Die oft  liebevoll,  immer interessant gestalteten Arbeiten, den Duftkoffer alias „die Duftorgel“ und noch weitere zu erschnüffelnde Düfte. Doch nach einem sehr emotionalen Abschluss mit viel Dank an alle, die Schülerinnen und die Lehrerin, stellte Inge Wachsmuth dann sowohl glücklich wie wehmütig fest: „Ansonsten wird der Duftkoffer geschlossen.“ Das W-Seminar „Parfum“ wird in jeder Hinsicht einmalig bleiben.





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