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26.11.2016
  Von: Christine Fößmeier (Moosburger Zeitung)

Liebe deine Arbeit und verändere die Welt

 

Der Berufsinformationsabend am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium Moosburg

Foto: Stephan Hager

Die Frage „Was mache ich nach dem Abitur?“ wird gegen Ende der Schulzeit immer drängender. Sich rechtzeitig informieren hilft, auch wenn der Druck von außen kommt. Für die 10. und 11. Klassen am Karl-Ritter-von-Frisch- Gymnasium war der Berufsinformationsabend am Donnerstag deshalb zwingend, für die Schüler der 9. und 12. Klassen freiwillig. Über 200 Anmeldungen für die Info-Veranstaltungen der fast 30 eingeladenen Referenten zeugen aber von viel Interesse bei allen Beteiligten.

Seit 20 Jahren gibt es diese Veranstaltung, die bislang vom nun im Ruhestand angekommenen Werner Fleischmann im Zwei-Jahres-Turnus organisiert wurden. Nun hat ein Team aus Bernadette Hohe, Florian Kirch und Roland Kirschner übernommen. Unterstützung kommt vom Elternbeirat und etlichen weiteren Helfern. Doch die Hauptrolle spielen natürlich die Referenten. Diese waren allesamt einmal Schüler des Gymnasiums Moosburg oder sind Eltern von Schülern. Die Ehemaligen stehen mittlerweile Schlange, um an „ihrer Schule“ über ihren Beruf zu berichten, und auch die Schüler-Eltern sind nicht minder engagiert dabei. Deutlich wurde das in den drei Mal dreißig Minuten, in denen sie den jungen Zuhörern zu vermitteln versuchten, was ihren Beruf ausmacht. Das Entscheidende: Alle berichteten sie aus ihrer eigenen Erfahrung heraus. Das brachte auch Probleme zur Sprache.

Deutlich wurde das beispielsweise beim Herzchirurgen Dr. Helmut Mair. Konfrontiert mit vor allem weiblichen Zuhörern zeigte er nicht nur auf, wie langwierig Aus- und Weiterbildung zum Chirurgen sind, sondern auch die Schwierigkeit, Beruf und Familie zu verbinden. Er sei jetzt 50 und habe heute einen vier Monate alten Sohn. So „unheimlich interessant“ sein Berufsfeld sei, bereits eine Elternzeit würde sich kontraproduktiv auf die Karriere auswirken.

Ohne Lernen geht es in keinem der Berufsbilder. Unterschiedlich sind jedoch die geforderten Kompetenzen. So verlangt der Bereich der Software-Entwicklung, den Karin Moritz vorstellte, nicht nur ein möglichst breites Wissen, sondern ebenso Team-Fähigkeit. Auch wenn sich die Mitglieder eines Teams manchmal nur über Skype austauschen, muss man dabei dennoch mit der Arbeitsteilung zurechtkommen. Den allein mit seinen Computern werkelnden Nerd gibt es kaum, da in diesem Bereich Projekte oft viel zu groß sind, um sie allein zu bewältigen. Gleichzeitig ist der Beruf vielfältig und reicht vom reinen Programmieren bis zum Projekt- Management.

Doch Berufe bringen natürlich auch Vorteile mit sich, so fordernd die Ausbildung sein mag. Beate Wagensonner- Wisheu referierte bezeichnenderweise über „die Rolle des Sprachmittlers als Brückenbauer zwischen Menschen und Kulturen“. Im Bereich Fremdsprachen, Übersetzen, Dolmetschen könne man „in der ganzen Welt herumkommen“. Dr. Steffen Schneider informierte engagiert darüber, dass die Bundeswehr eine Vielzahl von zivilen technischen und nichttechnischen Berufen anbietet: „Das ist nicht nur der Soldat!“ Vielmehr würden bei der Bundeswehr alle Berufsbilder gebraucht, eben auch und gerade zivile. Ihm sei zudem wichtig, den jungen Leuten klar zu machen, dass es mehr gibt „als nur Lehrer und was die Eltern machen“. Das war indirekt auch das Anliegen von Stefan Schauer, der das Berufsbild des Ingenieurs mit Schwerpunkt Elektrotechnik vorstellte. Sein Motto lautete nämlich: „Change the world – love your job“. Gleichzeitig bestünden hier gute Jobaussichten, und das Ingenieur- Gehalt sei attraktiv.

Ergänzend zu den vielfältigen Referaten vom Vertriebsingenieur bis zum Physiker bot Maria Altenbuchinger- Dick von der Agentur für Arbeit in Freising viele Info-Broschüren rund um Berufe und Berufswahl an. Die Berufsberaterin für Abiturienten und Studenten ist ohnehin immer wieder am Gymnasium und bietet dort meist im Frühjahr sogar Einzelgespräche an, die auch gut angenommen werden. Sie freut sich zudem, dass sie immer wieder „recht nette Rückmeldungen“ bekommt.

Dass die Schüler im Rahmen dieser Veranstaltung „Alltagsfakten“ zu Berufen erfahren und sich mit der Realität vertraut machen können, hatte Schulleiterin Karolina Hellgartner im Rahmen der Begrüßung der Referenten geäußert. Das dürfte bei diesem Berufsinformationsabend sicher besser, als im reinen Beratungsgespräch gelungen sein. Eine Schülerin der 11. Klasse hatte sich im Vorfeld erhofft, zumindest die Vor- und Nachteile zweier Berufe, die für sie in Betracht kommen, zu hören, zumal sie ansonsten noch „total unentschieden“ sei. Zumindest über die zum Teil harte Studienrealität des für sie in Frage kommenden Chemie-Studiums hat sie bei René Rahimoff einiges erfahren können

 Interessant war es auch für die Referenten. So hatte Dr. Dominik Reither, der über seine Tätigkeit als Richter und Staatsanwalt berichtete, viel Spaß. Gleichzeitig war der Abend für ihn „auch herausfordernd, weil die Erwartungshorizonte sehr gemischt waren. Einige wollten einfach einen Einblick, andere hatten schon Hintergrundwissen und stellten detaillierte Fragen.“

Damit zeigt sich aber, dass der Berufsinformationsabend eine wichtige Veranstaltung für die Schüler wie für die Schule und ihren Erfolg ist.





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