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10.04.2009
  Von: Andreas Raith (Moosburger Zeitung)

Produktionskosten: Eine Pizza pro Person

 

Janina Ludwig wird für ihren Kurzfilm „Dilemma“ beim Landshuter Festival ausgezeichnet

Janina Ludwig mit dem Preis des Landshuter Kurzfilmfestivals (Foto: ara)

Die Flucht ist beendet: Eine Szene aus „Dilemma“ mit Michael Höcker (l.) und Marco Frey

Moosburg.Ein ungewöhnliches Thema für ihre Facharbeit hatte die Moosburger Gymnasiastin Janina Ludwig gewählt – sie verfilmte ihre Kurzgeschichte „Dilemma“. Mit dem Film, genau zehn Minuten und 16 Sekunden lang, hat sie jetzt beim Landshuter Kurzfilmfestival einen beachtlichen dritten Platz in der Jugend-Kategorie belegt. Aber nicht erst seit diesem Erfolg steht der Berufswunsch der 19-Jährigen fest: Sie will Regisseurin werden.

Der junge Jakob klaut in einem Laden eine Tütensuppe und Zigaretten. Der Verkäufer beobachtet ihn und verfolgt ihn durch die Stadt. Der Ladendieb flüchtet sich in eine schmale Gasse. Dort hört er die Hilfeschreie einer Frau, die gerade überfallen wird. Was soll er tun – der Frau helfen und geschnappt werden oder einfach abhauen? Dieses „Dilemma“ für Jakob hat die 19-jährige Moosburgerin Janina Ludwig in ihrem Kurzfilm „Dilemma“ filmisch verarbeitet. Kürzlich ist sie für den zehnminütigen Streifen beim Landshuter Kurzfilmfestival ausgezeichnet worden. Der Erfolg hat die Schülerin in ihrem großen Ziel bestärkt: „Für mich steht fest, dass ich Regisseurin werden will“, sagt sie selbstbewusst.

Ihre Liebe zum Kino hat der amerikanische Schauspieler Johnny Depp in „Fluch der Karibik“ geweckt. „Dieser Film hat mich umgehauen“, erinnert sie sich. Janina Ludwig sah sich auch andere Johnny-Depp-Filme an und begann, sich für die Arbeit der Regisseure zu interessieren, wälzte Fachbücher und drehte erste eigene Aufnahmen. Um sich noch mehr Wissen anzueignen, machte sie Praktika beim Bayerischen Rundfunk und in den Bavaria-Filmstudios.

Die Vorlage für „Dilemma“ bildet eine Kurzgeschichte, mit der Janina Ludwig 2007 den Schreibwettbewerb am Gymnasium gewann. Für ihre Facharbeit im Leistungskurs Deutsch machte sie sich daran, die Geschichte zu verfilmen. Zu jedem Film gehört natürlich ein Drehbuch – auch das hat die 19-Jährige selbst geschrieben. „Am schwierigsten war es, die Gedankenprozesse in Bildern umzusetzen“, erzählt sie. Daneben hat sie Regie geführt, selbst mit ihrer Kamera gefilmt und die Szenen hinterher zu Hause am Computer geschnitten. Ihr Bruder Maximilian hat die Filmmusik komponiert. Die Schauspieler sind Freunde von Janina Ludwig. Die Hauptrolle übernahm Michael Höcker, der selbst eine Schauspielkarriere starten will. Gedreht wurden alle Szenen im Juni vergangenen Jahres in Moosburg, im November war der Streifen dann fertig.

„Dilemma“ wurde beim Festival in der Alten Kaserne gezeigt, in einem voll besetzten Saal vor 370 Zuschauern. „Es war schon toll, den eigenen Film auf der großen Leinwand zu sehen“, schwärmt Janina Ludwig. Und beim Publikum kam ihre Produktion gut an. In der Kategorie „StadtLandJugendpreis“ für Filmemacher unter 27 Jahren landete die Moosburgerin auf Platz drei. Unter insgesamt 21 Beiträgen wählten zwei Juroren ihre Favoriten, auch die Zuschauer konnten Stimmen abgeben. Janina Ludwig hat sich mit „Dilemma“ gegen hochkarätige Konkurrenz behauptet. Der Siegerpreis ging an eine Studentin der Filmakademie Baden-Württemberg, Platz zwei an eine Jung-Regisseurin von der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

Die Filmhochschule ist auch das Ziel von Janina Ludwig. Dorthin zu kommen ist allerdings kein Honigschlecken – rund 500 Bewerber gibt es jedes Jahr für 45 Plätze. Aber das ist erst einmal noch Zukunftsmusik für die 19-Jährige. Zunächst steht das Abitur am Moosburger Gymnasium an. Die 200 Euro Preisgeld vom Festival hat sie auf jeden Fall schon einmal gut investiert – in die Gründung einer eigenen Produktionsfirma für ihre nächsten Filme. „Das istder erste Schritt von der No-Budget zur Low-Budget-Produktion“, scherzt sie. Denn die Produktionskosten für „Dilemma“ waren mehr als überschaubar.

Auch die Gagen für die Schauspieler fielen nicht ins Gewicht – zumindest nicht finanziell: Jeder bekam eine Pizza.

 





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