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22.01.2015
  Von: Robin Kretschmer, Rosanna Köhler, 10d

Vortrag über Hospizarbeit

 

Zu Beginn der zweiten Stunde fanden sich alle Ethikschüler der 10. Jahrgangsstufe und ihre unterrichtende Lehrkraft, Frau Reiter, im unteren Kunstsaal ein, um einen Vortrag über Hospizarbeit zu hören.

Zuerst sammelten die beiden Referentinnen Frau Hanrieder und Frau Behr Fragen, die uns Schüler interessierten, z.B. wie sie Betroffene betreuen oder wie sie selbst mit dem Thema Tod umgehen. Diese notierten sie an der Tafel, um sie uns im Laufe ihres Vortrags zu beantworten.

Danach sollte mit Hilfe einiger Schüler und Frau Reiter eine Zeitleiste zur Geschichte der Hospizarbeit  an der Tafel erarbeitet werden. Dies fiel allen jedoch sichtlich schwer, da niemand sich mit den genauen Daten der Hospizarbeit jemals auseinandergesetzt  hatte. Nachdem die Daten von den Referentinnen korrigiert und erläutert wurden, veranschaulichten Frau Hanrieder und Frau Behr uns anhand eines Fallbeispiels, wie ein Erkrankter mit der Situation umgeht. Dazu mussten ein paar der anwesenden Schüler drei Dinge, die ihnen besonders viel bedeuteten wie z.B. Gesundheit, Freunde, Sport etc., auf jeweils drei Zettel schreiben. Als sie fertig waren, ging Frau Hanrieder herum und ließ jeden Schüler  entscheiden, was er bereit waren, als Erstes abzugeben. In der nächsten Runde jedoch suchte sie sich selbst einen Zettel aus und nahm diesen, sodass der Schüler keinen Einfluss darauf hatte, was genau ihm weggenommen wurde. Als sie auch noch ihren dritten Zettel abgegeben hatten, wurden sie gefragt, welche Gefühle bei ihnen ausgelöst würden.

Dieses Beispiel sollte zeigen, dass ein Betroffener zu Beginn vielleicht noch die Möglichkeit hat, zu entscheiden, was er aufgibt, doch im weiteren Verlauf der Krankheit und je näher er dem Tod kommt, um so weniger Einfluss hat er darauf, was er verliert.

Nach der Pause wurde uns anhand eines zweiten Fallbeispiels verdeutlicht, wie viele Leute in solch einem Prozess der Sterbebegleitung involviert sind. Zu diesem Prozess gehört auch die  Unterstützung der Angehörigen, die nicht nur während der Behandlung, sondern auch noch lange Zeit nach dem Tod des Betroffenen vom Hospizverein angeboten wird.

Die übrige Zeit der dritten Stunde beantworteten Frau Hanrieder und Frau Behr uns die restlichen Fragen, wobei sie sich vor allem Zeit nahmen, über den Umgang mit dem Tod zu reden, denn vor allem in ihrem Beruf, in dem man sich jeden Tag mit diesem Thema auseinandersetzen muss, kann es eine große Belastung sein. Angst vor dem Tod haben sie nicht, sagen sie, aber man entwickelt mit der Zeit eine gewisse Dankbarkeit, dass man gesund und am Leben ist. Und damit haben sie Recht.

Vielen Dank für diesen interessanten und aufschließenden Vortrag!

 

 

PS: Freundlicherweise besuchten Frau Hanrieder und Frau Behr nicht nur die Ethikgruppe, sondern referierten an weiteren 3 Terminen bei uns an der Schule  in allen Religionsgruppen der 10. Jahrgangsstufe. Für dieses große Engagement und die tollen Vorträge nochmals vielen Dank!





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