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24.10.2014
  Von: Anna Oberpriele; Miriam Rieger; Veronika Uebe (W-Seminar „Stalag VIIa")

Besuch des Heimatmuseums Moosburg

 

Am 24.10.2014 besuchten wir Teilnehmer des W-Seminars „Stalag VIIa“ unser Heimatmuseum am Kastulusmünster in Moosburg. Dort wurden wir von Herrn Bernhard Kerscher empfangen: Stolz berichtete er uns, dass Moosburg, eine der ältesten Städte Bayerns sei. Er zeigte uns u. a. auch die vielen archäologischen Funde, die bis weit in die Steinzeit zurückreichen.

Anschließend widmeten wir uns unserem eigentlichen Thema, dem Kriegsgefangenenlager Stalag VIIa. Ursprünglich wurde das Stammlager für 10000 Insassen gebaut, 1945 aber bei der Befreiung von 76000 Inhaftierten bewohnt. 60000 weitere Gefangene waren im Arbeitseinsatz und somit in den Außenlagern untergebracht. Die Inhaftierten im Arbeitseinsatz halfen meist auf Bauernhöfen mit und wurden dort größtenteils wie Familienmitglieder versorgt. Dadurch wurden viele Freundschaften zwischen Kriegsgefangenen und Bauern geschlossen, die teilweise immer noch in Briefkontakt miteinander stehen oder sich sogar gegenseitig besuchen. Im Stammlager waren Menschen verschiedenster Nationalitäten untergebracht, z. B. Russen, Polen, Serben, Ungaren, Tschechen, Italiener, Ukrainer und Belgier. Obwohl die Kriegsgefangenen in Moosburg weit besser behandelt wurden als in anderen Lagern, erging es den Russen im Verhältnis zu den anderen Nationen im Stammlager VIIa am schlechtesten.

Herr Kerscher erläuterte uns den Aufbau des Lagers anhand eines naturgetreuen Modells. Daneben finden sich im Museum ilder aus der Zeit und Briefe z. B. von ehemaligen Insassen, die nach dem Krieg Moosburg wieder besucht haben.

Viele Insassen schreiben, dass sie genauso gut versorgt wurden wie die Moosburger selbst und dass der Umgang zwischen den Offizieren und den Inhaftierten stets angemessen gewesen sei.

Trotzdem waren die Lebensbedingungen im Lager nicht einfach. Am Beispiel des Stadtmodelles machte uns Herr Kerscher deutlich, dass das Lager in den Talauen von Isar und Amper errichtet worden war und regelmäßig mit Hochwasser zu kämpfen hatte. Der viele Regen rief Überschwemmungen hervor, die beispielsweise das Kanalisationssystem lahmlegten. Entsprechend schwierig waren die hygienischen Zustände.

 Im Heimatmuseum sind viele persönliche Gegenstände und Bilder von Kriegsgefangenen ausgestellt, die im Laufe der Zeit von den Nachkommen der Insassen gestiftet wurden. Nach diesem informativen Vortrag war es leider schon wieder an der Zeit das Heimatmuseum zu verlassen und zurück zur Schule zu gehen. Wir bedanken uns an dieser Stelle sehr herzlich bei Herrn Kerscher, dass er sich für uns die Zeit genommen hat und uns mit viel Herzblut durch das Heimatmuseum geführt hat!





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