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18.10.2014
  Von: Colin Poguntke, Fabienne Frank und Susanne Ramsauer (Q11, W-Seminar Stalag)

Besuch des W-Seminars beim 75. Jahrestag der Errichtung des Kriegsgefangenenlagers Stalag VII A in Moosburg

 

Georg Reindl spielt das „Präludium Nr. 7“ (Dimitri Schostakowitsch)

Grußworte von Ulrich Fritz (Stiftung Bayerische Gedenkstätten)

Gedenkstein-Enthüllung durch 1. Bürgermeisterin Frau Meinelt und Herbert Franz (Stalag-Verein e. V.)

Der frisch restaurierte Gedenkstein

Vertreter der orthodoxen Kirche gedenken der überwiegend russischen Toten auf dem ehemaligen Lagerfriedhof

Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen pflanzen einen Friedensbaum (Gingko)

Die „Liedertafel Moosburg“ beendet mit einem russischen Volkslied die Veranstaltung

Grußworte von Herbert Franz (1. Vorsitzender Stalag-Verein e. V.)

Schülerinnen des W-Seminars „Stalag VIIa“ bei der Gedenkveranstaltung

Am 18.10.2014 gegen 14 Uhr fanden sich die weit über hundert Gäste bei herrlichem Wetter anlässlich der Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Errichtung des Stammlagers Stalag VIIa am ehemaligen Gefangenenfriedhof in Oberreit ein.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Liedertafel Moosburg, die zu Beginn das Lied „Wohin soll ich mich wenden“ von Franz Schubert sang.

Anschließend begrüßte der 2.Bürgermeister Josef Dollinger alle Anwesenden und gab einen kurzen Einblick in die Entwicklung und Bedeutung der Gedenkstätte. Sie wird im Volksmund „Russenfriedhof“ genannt, denn die meisten der fast 1000 Verstorbenen waren russische Kriegsgefangene. Inzwischen sind alle Toten in ihre Heimat oder auf zentrale Soldatenfriedhöfe in Deutschland überführt worden

Obwohl das Stammlager die Entwicklung Moosburgs nach dem Krieg entscheidend verändert hat und die Stadt auf Grund der Nähe zu den Gefangenen nicht bombardiert wurde, hielt sich das Interesse der Einwohner am Lager und seiner Geschichte lange in engen Grenzen. Erst Anfang der 80er Jahre widmete die Stadt Oberreit in eine Gedenkstätte um.

Der Gründer und Vorsitzende des Vereins „Stalag Moosburg“ Herbert Franz erwähnte in seiner Festrede an einen weiteren Erinnerungsort, den „Franzosenbrunnen“ in der Neustadt.

Besonders sprach Herr Franz die anwesenden Schüler des Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasiums an, weil er die jungen Menschen zur Weiterführung der Arbeit über die Geschichte Moosburgs begeistern möchte.

Es folgte ein Baritonsaxophonsolo von Georg Reindl, der später noch ein polnisches Soldatenlied, welches von Anneliese Reindl und Monika Schweiger vorgetragen wurde, instrumental begleitete.

Ulrich Fritz, der Leiter der Stiftung „Bayrische Gedenkstätten“, die verantwortlich für die Instandhaltung und den Ausbau der KZ-Gedenkstätten ist, lobte besonders die privaten und lokalen Akteure, die mit ihren Aktivitäten eine leichte Informationsbeschaffung über das Lager möglich machen. Herr Fritz wünscht sich, dass zum 80. Jahrestag Moosburg ein eigenes Stalagmuseum haben möge.

Zum 75. Jahrestag wurde von der Ersten Bürgermeisterin ein Gedenkstein enthüllt, der eine wechselvolle Gesichte hinter sich hat und nun nach ca. 70 Jahren an seinen angestammten Platz zurückkehrt. Angefertigt von einem polnischen Steinmetz enthielt er ursprünglich die Namen verstorbener polnischer Kriegsgefangener. Nach 1945 wurde er in einen Gedenkstein für die Gefallenen der SG Moosburg umfunktioniert und mit einer neuen Schrift versehen. Jetzt steht er wieder an seinem angestammten Platz. Die Geschichte des Steines ist auf einer danebenstehenden Infotafel ausführlich dokumentiert.

Der Vertreter des russischen Generalkonsulats München, Ilja Klasen legte einen Kranz am Mahnmal nieder. Die Vertreter der muslimischen, katholischen, russisch-orthodoxen und evangelischen Gemeinden von Moosburg beteten für die Opfer des Krieges und pflanzten anschließend gemeinsam einen Ginkgo-Baum als Symbol des Friedens.

Zum Abschluss der Gedenkfeier stimmte die Liedertafel Moosburg ein russisches Volkslied an.





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