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22.11.2014
  Von: Robert Stangl (Moosburger Zeitung)

Tipps zur Jobwahl von ehemaligen Schülern

 

27 Referenten erzählen beim 10. Berufsinfoabend am Gymnasium über ihren Werdegang

Moosburg. Was mache ich nach dem Abitur ? Diese Frage taucht bei vielen Schülern auf, wenn es darum geht, die weitere Ausbildung zu planen oder einen Beruf zu wählen. Manche haben konkrete Vorstellungen, wohin die Reise gehen soll. Andere wiederum tappen im Dunkeln. Speziell für diejenigen hat Werner Fleischmann 1996 den Berufsinformationsabend am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium ins Leben gerufen. Bei der zehnten Ausgabe am Donnerstag gaben wiederum 27 Ehemalige einen Einblick in ihren Werdegang.

„Dieser Abend ist etwas Besonderes für mich. Ich hoffe, für euch auch“, sagte Fleischmann, als er die Referenten begrüßte. Zum zehnten und letzten Mal hatte er den turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindenden Berufsinformationsabend organisiert. Das Besondere daran ist das „Moosburger Konzept“: Alle Referenten – mittlerweile insgesamt 270 – sind ehemalige Schüler des Gymnasiums. Sie sollen den heutigen Gymnasiasten aufzeigen, was nach dem Schulabschluss alles möglich ist. Und es ist nicht so, dass Fleischmann lange suchen müsste, die Leute kommen auf ihn zu. 2012, erzählte er, sei eine „Warteliste“ entstanden. Diejenigen, die vor zwei Jahren nicht zum Zuge kamen, waren diesmal dabei.

Darunter waren heuer unter anderem zwei Professoren. Christian Blümelhuber war von 2005 bis 2013 Professor für Euro-Marketing in Brüssel, seither hat er den Lehrstuhl für Strategische Organisationskommunikation an der Universität der Künste in Berlin inne. Den Schülern erzählte er etwas darüber, „wie man sich sein Glück erarbeitet – auch mit mittelprächtigen Noten“. Alexandra Kirsch ist seit 2012 Juniorprofessorin an der Uni Tübingen und erforscht den Bereich Mensch-Roboter-Interaktion und künstliche Intelligenz.

Andere Referenten sind von weit her angereist. Gudrun Taresch lebt in England, ist extra für diesen Abend an ihrer „alten Wirkungsstätte“ 1500 Kilometer mit dem Auto gefahren – samt Sohn Julius und ihrem Husky. Sie trainiert Schlittenhunde, ursprünglich in Nordnorwegen mit Hundegespannen, mittlerweile im englischen Cornwall als Fahrrad-Schlepper. Außerdem arbeitet sie als Patentanwältin und Mediatorin. Da gab es für interessierte Schüler einiges zu erfahren. „Ich erzähle ihnen, was sie wissen wollen“, sagte Taresch.

Felix Rosenbusch ist Projektmanager für Online-Marketing und lebt im schwedischen Stockholm. Er gab seine Erfahrungen aus dem Studium wieder und erzählte, warum digitales Marketing für Unternehmen so interessant ist. Vor allem aber wolle er „den Schülern das Gefühl geben, dass man Studium und Jobauswahl nicht so verkrampft angehen muss“. Er ist überzeugt: „Wenn man sich für bestimmte Felder interessiert, findet man seine Nische.“

Die hat die Zehntklässlerin Teresa Scharlach noch nicht entdeckt. Zunächst hat sie sich über Jura informieren lassen. „Ich weiß aber nicht, ob ich das machen will.“ Deshalb setzte sie sich noch zu Felix Rosenbusch, um mehr über Online-Marketing zu erfahren, und zu Fitnessökonom Johannes Oberhofer. Dessen Vortrag war sehr gut besucht, das Klassenzimmer rappelvoll. „Macht’s eure Leidenschaft zum Beruf. Dann seid’s gut, egal was ihr macht“, riet er seinen Zuhören. Darunter waren viele sportbegeisterte Jungs.

Sehr weiblich war dagegen das Auditorium von Ulrich Nitsche, Assistenzarzt und Chirurg am Klinikum rechts der Isar. Medizin wollen viele Mädels studieren. Dafür aber, so erfuhren sie, müssen sie sehr gute Noten vorweisen, der Numerus clausus liegt derzeit bei 1,0. Deshalb wich der Referent zum Studium auch nach Österreich aus. „Da kriegt man leichter einen Studienplatz.“ Ob sie auch in diese Richtung will, das weiß Fenja Nickisch aus der Q 12 noch nicht: „Ich hole mir hier Anregungen.“

„Wo kann man nach dem Studium arbeiten, wenn man keinen elterlichen Betrieb hat“, wollte ein Schüler von Landwirt Christian Fischer wissen. Der Diplom-Ingenieur betreibt Direktvermarktung von Christbäumen und Schweinezucht. Weil sich „viele Kinder die Kuh noch lila vorstellen“, hat er sich zum Erlebnisbauern weitergebildet. Sein Beruf, sagte Fischer, sei „sehr vielseitig“. Man könne neben der Arbeit auf dem Hof beispielsweise auch bei der Landesanstalt für Landwirtschaft, bei Chemiefirmen oder sogar am Flughafen tätig sein.





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