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25.09.2014
  Von: Daniela Löffler & Klinge Svenja & Franziska Gruber, Klasse 8d

Von der Straße zum geordneten Leben

 

Die Klasse 8d erlebte heuer einen etwas anderen Wandertag: Wir waren in München und hatten eine Stadtführung mit Herrn Zimmermann, einem Angestellten von BISS (= Bürger in sozialen Schwierigkeiten). Im Laufe der Führung erläuterte er uns, wie BISS Obdachlose unterstützt, indem ihnen beispielweise geholfen wird, all ihre Schulden zurückzuzahlen. Außerdem stellt BISS seinen Mitarbeitern einen Schlafplatz zur Verfügung.

Die Führung begann im Hauptsitz von BISS, der in der Nähe des Ost-Bahnhofs liegt. Einer der Gründer erzählte uns dort von den Anfängen der Obdachlosen-Zeitung in den 90er Jahren. Sie kann auf eine mittlerweile mehr als 20jährige Geschichte zurückblicken, beschäftigt derzeit über 40 Zeitungverkäufer und ist mit einer Auflage von ca. 40 000 Exemplaren monatlich die weltweit erfolgreichste Straßenzeitung.

Nach dieser Einführung wurden wir von Herr Zimmermann zum sozialen Betrieb Dynamo Fahrradservice geführt, der Langzeitarbeitslose zum Zweiradmechaniker oder zur Bürokauffrau ausbildet und von BISS unterstützt wird. Das Unternehmen verkauft „alte“ Fahrräder, die von den Auszubildenden erneuert bzw. neu zusammengesetzt werden. Nebenbei erfuhren wir auch von dem Projekt „Pulpo“, das in der Werkstatt von Dynamo Fahrradservice  alte Fahrradschläuche, bei denen man für die Entsorgung bezahlen müsste, zu Schlüsselanhängern, Türstoppern, Geldbeuteln und „Stofftieren“ verarbeitet. Diese kann man online oder im Dynamo Shop erwerben.

Danach ging es weiter zur BISS-Grabstätte, die sich auf dem Ost-Friedhof befindet und von einem anonymen Spenderehepaar finanziell unterstützt wird. Dort liegen schon neun BISS Verkäufer begraben, darunter auch Herr Muck, der als ehemaliger Obdachloser lange für BISS gearbeitet hat und selbst viele Obdachlose von der Straße zu BISS geholt, darunter auch Herrn Zimmermann. Dieser erzählt vor dem Grab auch die ergreifende Geschichte eines 22jährigen Mannes, der auch von Herrn Muck von der Straße „geholt“ wurde, dank BISS sein Leben ordnen konnte, eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker machte und mittlerweile studiert – eine der Erfolgsgeschichten von BISS.

Abschließend ging es quer über den Ostfriedhof zum pachtvollen Mausoleum von Rudolph Moshammer, der BISS schon zu Lebzeiten großzügig finanziell unterstützt hat und nach seinem Tod einen Großteil seines Vermögens ebenfalls diesem sozialen Projekt zukommen ließ.

Insgesamt ein sehr bewegender Vormittag, der Einblick eine ganz andere Welt ermöglichte.





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