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11.06.2014
  Von: Tobias Nagler (Moosburger Zeitung)

„Geschichten mit Tiefgang“

 

Tolle Einsendungen beim Schreibwettbewerb des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums

„Solange ein Mensch ein Buch schreibt, kann er nicht unglücklich sein“, sagte einst Jean Paul. Gemessen an den Worten des großen deutschen Schriftstellers dürfte es um den Gefühlszustand der Schüler des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums vortrefflich bestellt sein. Denn im Rahmen des jährlichen Schreibwettbewerbs ist auch heuer wieder ein 76 Seiten starkes Geheft entstanden, das prall gefüllt mit 23 spannenden, heiteren und mitunter nachdenklichen Geschichten ist.

Sandra Rödl vom Organisatorenteam des Gymnasiums war bei der Präsentation hellauf begeistert: „Wir wollten Geschichten mit Tiefgang, und es sind genau diese Geschichten herausgekommen, die wir uns erwartet haben.“ Zudem hätten die Schüler mehr Qualität aufs Blatt Papier gebracht als in anderen Jahren. „Es hat sich bewährt, die Texte nicht im Rahmen des Deutschunterrichts, sondern zuhause schreiben zu lassen. Da können die Schüler ihre Texte nämlich in aller Ruhe überarbeiten“, erklärte die Deutschlehrerin. Dass nicht viele bereit sind, in ihrer Freizeit am heimischen Schreibtisch eine Geschichte zu entwerfen, liegt auf der Hand. Dass sich die wenigen eingereichten Geschichten dafür allesamt lesen lassen können, jedoch auch. Klasse statt Masse eben.

In den Jahrgangsstufen fünf und sechs drehte sich alles um das Thema „Wie im Märchen“. Siegerin wurde Andrea Thoma aus der Klasse 5c. In ihrer Erzählung „Die Rettung des Märchenlands“ möchte ein Königssohn eine Prinzessin zur Frau nehmen und muss davor schwierige Aufgaben bestehen. So weit, so bekannt, tausendfach erzählt. Neu und drum so innovativ an der Geschichte ist, dass der Prinz auf diverse Protagonisten aus der Grimmschen Märchenwelt trifft und diesen hilft, ihre aus den Fugen geratene Welt wieder ins Lot zu bringen. „Die Geschichte ist logisch aufgebaut, hat einen Spannungsbogen und ist flüssig geschrieben. Man fühlt sich richtig in die Handlung hineinversetzt“, freute sich Laudatorin Claudia Meyer vom Elternbeirat des Gymnasiums. Die Plätze zwei und drei gingen an Hannah Schmidbauer (6d; „Der unvorsichtige Scheich“) und Susanna Kastner (5c; „Der eingebildete Prinz“).

Zur Vorgabe „Wie im Paradies“ mussten die 7. bis 9. Klassen eine Erzählung schreiben. Das Rennen machte Esra Eral mit „Fahrstuhl zum Paradies“. In der Geschichte der Achtklässlerin wird aus drei Menschen eine Zwangsgemeinschaft, als der Fahrstuhl unversehens steckenbleibt. Das junge, auf Krawall gebürstete Mädchen, der mit beiden Beinen im Leben stehende Manager Adam sowie ein mit der Gelassenheit des Alters ausgestatteter Center erklären einander ihre Vorstellungen vom Paradies. „Nicht nur die Figuren sind nachdenklich, auch der Leser wird zum Nachdenken angeregt“, sagte Lehrkraft Irene Schönauer in ihrer Laudatio. Der zweite Platz ging an Emmylou Schlagowsky (7e) und ihre Erzählung „Paradise“, Rang drei ergatterte Christoph Rothe (9d; „Die Frage nach dem Paradies“).

Das Motto der Jahrgangsstufen 10 bis 12 hieß „Wie im Traum“. Doch wie aus einem gelebten Traum sukzessive ein Albtraum werden kann, hat Teresa Schwaiger eindrucksvoll in ihrer Siegergeschichte „Fortune and Fame“ dargestellt. Die Elftklässlerin schilderte das Leben eines Rockstars, den der schnelle Erfolg in die Herzen der Groupies und in die Riege der Topverdiener katapultiert hat. Dass ihn das Erreichen seiner vermeintlichen Sehnsüchte weit von dem entfernt hat, was er ursprünglich als „Traumleben“ definiert hatte, realisiert er erst durchein unvorhergesehenes Ereignis. Für die Dramaturgie, die Anschaulichkeit sowie die klare Sprache gab’ s von Laudator Stephan Hager ein Extralob. Ebenfalls ausgezeichnet wurden „Der neongrüne Pinguin“ von Katharina Reuschel (Q 11) und „Unmöglich möglich“ von Theresa Ehrmaier (Q 11).





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