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25.02.2014
  Von: Stefanie Reiter

"Einfach tierisch"

 

Schüler der Q11 im Gespräch mit dem Bildhauer Franz Weickmann

Fotos: Stefanie Reiter

„Einfach tierisch“ – so der Titel der Ausstellung von Franz Weickmann in der Großen Rathausgalerie in Landshut. Dass dies wörtlich zu nehmen ist, konnten 23 Schüler und Schülerinnen der Q11 am Dienstag bei einer Exkursion zu dieser Werkschau feststellen. Schon beim Eintreten in die Säulenhalle, lauern die „wuidn Viecher“, wie Franz Weickmann seine Tierskulpturen selbst bezeichnet. Ein lebensgroßer oder vielleicht auch etwas überlebensgroßer Tiger aus Holz scheint lautlos zwischen den Säulen herumzuschleichen. Dies ist durchaus eine bewusste Inszenierung, wie der Künstler  den Schülern erklärte.  Ein ähnliches Szenario konnte Weickmann auf einer Reise in einer verlassenen Tempelanlage eines indischen Nationalparks beobachten. Ähnlich wie hier, tauchten in den verlassenen Ruinen immer wieder unerwartet wilde Tiere zwischen den Säulen auf. Überhaupt die Reisen und die beeindruckenden Begegnungen mit exotischen Tieren sind für Weickmann wesentliche Inspirationen.

Im Gespräch mit Weickmann direkt vor seinen ausgestellten Tieren erfuhren die Schüler eben solche persönlichen Erlebnissen und vieles mehr über sein Leben und Werk.  Weickmann erzählte, wie er bereits als kleiner Junge Holz- Tiere schnitzte und diese in seiner Fantasie auf der weißen Bettdecke durch schneeverwehte Hügellandschaften streifen lies. Seine ursprüngliche Faszination für das wilde Leben und den Wilden Westen der Cowboys entwickelte sich zu einem tiefen Interesse für Tierkunde. So informierte er die Schüler auch über die biologischen Besonderheiten seiner geschnitzten Tiere.  Sein weitreichendes Wissen, seine respektvollen Worte und die leidenschaftliche Vortragsweise über seine Wölfe , Wildkatzen, Vögel…., beeindruckte die Schüler ebenso wie die Information, wie seine großen Holzskulpturen im Werkprozess entstehen. Über vier bis acht Wochen braucht Weickmann im Durchschnitt bis zur Fertigstellung einer Skulptur. Während dieser Zeit beschäftigt er sich nur mit dem jeweiligen Tier. In Studien versucht er das Wesen und die markanten anatomischen Merkmale des jeweiligen Tiers zu erfassen und aus passenden Holzstücken zusammenzusetzen.

Nachdem Weickmann seinen vielschichtigen Werkprozess den Schülern eindrucksvoll vorgestellt hatte, konnten die Schüler die Gelegenheit nutzen, die bewegungslosen aber eben doch sehr bewegenden Tierskulpturen zu skizieren und sich auf diese Weise dem Werk noch einmal  anzunähern.

Die Begegnung mit dem Künstler und seinen „wuidn Viechern“  war auf jeden Fall eine sehr beeindruckende und der Ausstellungstitel kann als passendes Resümee für diese Exkursion gewählt werden: Einfach tierisch!

 





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