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25.11.2013
  Von: Anja Hauck

Ein Glanzlicht in diesem Schuljahr: Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ an unserer Schule

 

Wir freuen uns, dass wir die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ vom 07.11.-25.11.2013 an unserer Schule beherbergen durften. Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Interkulturelle Wertevermittlung an Schulen“ der Stiftung Weltethos mit Sitz in Tübingen.

Fotos: Stephan Hager

Es handelt sich um die erste Aktion des in diesem Schuljahr neu gegründeten Arbeitskreises Werte-AG. Die Ausstellung wurde auf Wunsch der beteiligten Schüler aus den 10. Klassen an das Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasium geholt. Diese hatten die Ausstellung im Sommer bei einer Exkursion nach München kennengelernt.

Im Laufe der letzten 14 Tage führten die Schüler ihre Mitschüler aus der 9. Jahrgangsstufe durch die Ausstellung. Die anderen Jahrgangsstufen nahmen die Gelegenheit gerne wahr, selbstständig mit eigens dafür angefertigten Materialien die Ausstellung zu besuchen. Die Mitglieder der Werte-AG sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und äußerten, sie hätten durch die Arbeit mit ihren Mitschülern viel über geschicktes Kommunizieren, Motivieren und Argumentieren gelernt. Sie hätten viel davon profitiert, einmal in die Rolle der Lehrenden zu schlüpfen.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass schon der Aufbau der Ausstellung ein schönes Gemeinschaftserlebnis war, weil Schüler, Lehrer und Eltern - herzlichen Dank an dieser Stelle an Herrn Plank und unseren Elternbeirat - am Nachmittag vor der Eröffnungsveranstaltung gemeinsam an einem Strang zogen und den Theaterraum der Schule vorbereiteten. Da galt es so manche Hürden zu überwinden, wie z.B. die richtigen Befestigungsmöglichkeiten zu finden oder die Tafeln in der Höhe ansprechend zu arrangieren. Aber alles wurde zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst.

Für die Eröffnungsfeier am 07.11.2013 konnte Herr Walter Lange (Castorp Rauxel), der Projektleiter Schule der Stiftung Weltethos, gewonnen werden. Er hielt eine einführende Rede und erläuterte die Konzeption der Ausstellung. Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von Mitgliedern der Werte-AG, die den Aufbau der einzelnen Tafeln erläuterten.

Es wurde deutlich, dass die Ausstellung dazu einlädt, die faszinierende Welt der Religionen und die grundlegende Bedeutung ethischer Maßstäbe gerade für unsere heutige Welt besser zu verstehen. Die Frage nach einem Weltethos geht zurück auf den Theologen Hans Küng. Dieser hat 1990 in seinem Buch „Projekt Weltethos“ programmatisch formuliert, dass die Weltreligionen nur dann einen Beitrag zum Frieden leisten können, wenn sie sich auf einen Grundkonsens im Bereich verbindlicher Werte, unverrückbarer Maßstäbe und persönlicher Grundhaltungen besinnen. Ihre erste internationale Bestätigung erfuhr die Thematik in der „Erklärung zum Weltethos“ des Parlaments der Weltreligionen (Chicago 1993). Seitdem kommt sie überall dort zum Tragen, wo Menschen nach gemeinsamen Regeln des Zusammenlebens suchen: im interreligiösen Dialog, in der Politik, in der Wirtschaft, in Schulen und der Gesellschaft allgemein. An 12 Tafeln entlang kann der Betrachter erkennen, was zum ethischen Erbe der Menschheit gehört. Es umfasst sowohl säkulare Traditionen humanistischer Ethik als auch die Traditionen religiöser Ethik. Die Tafeln 1-6 präsentieren die großen Weltreligionen Hinduismus, Chinesische Religion, Buddhismus, Judentum, Christentum und Islam. Auf den Tafeln 7-8 werden die Grundprinzipien „Jeder Mensch soll menschlich behandelt werden“ und die „Goldene Regel“ dargestellt. Die Tafeln 9-12 schließlich illustrieren die vier ethischen Prinzipien Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Partnerschaftlichkeit.

An unserer Schule hat die Ausstellung ein Verständnis dafür geweckt, dass Religionen, bei aller Ambivalenz und allem Missbrauch, Sinn stiften können und auch dem heutigen Menschen ethische und persönliche Orientierung vermitteln können. Außerdem hat sie zu einer Diskussion über Werte und Normen angeregt, die an unserer Schule gelten sollen, für alle Bereiche des schulischen Lebens.

Herr Lange hat sich an unserer Schule und bei unseren Schülern so wohl gefühlt, dass er eine weitere Kooperation mit der Stiftung Weltethos in Aussicht stellte.

 

 

Die Schulleiterin Frau Hellgartner bedankte sich beim Elternbeirat für die Unterstützung, bei Richard Gilch für die musikalische Umrahmung, sowie bei der Ethiklehrerin und Leiterin des Arbeitskreises Werte-AG, Anja Hauck, und besonders bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern für die gelungene Organisation und Präsentation.





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