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29.07.2009
  Von: Karl Rausch

Sechs Tage nur schönes Wetter

 

die Berlinfahrt der 11. Klassen des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium vom 12. bis zum 17. Juli war ein voller Erfolg

Busfahrer Hans Hackl

Busimpressionen

die 11d im Zwinger

Nymphenbad im Zwinger mit dem Blick auf die Kaskaden

Schülergruppe auf dem Weg zum Musical „Dirty Dancing“

Gruppenfoto vor dem Reichstag

Bootsfahrt auf der Spree

Innenhof von Schloss Cecilienhof

Gruppenfoto im am Weinberg von Schloss Sanssouci

Schüler und Lehrer in der Freizeit: Bei den Hackeschen Höfen

Schüler und Lehrer in der Freizeit: in Bayreuth

Rückreiseimpressionen

Bilder: Karl Rausch, Christiane Weinmair, Josua Vieten

Vielleicht lag es auch daran, dass es die letzte Studienfahrt einer 11. Klasse unserer Schule nach Berlin war. Das Wetter stand von Anfang an voll auf unserer Seite. Wir starteten zwar am Sonntagmorgen noch bei kühlen 9°C, von Regen aber blieben wir bis zum Ende der Reise immer verschont, und das auch zu recht. Denn die Schüler hatten sich schon in den Tagen vorher noch einmal voll reingehängt und z. B. bei der Aufführung des Musicals „Hair“ und beim Red-Corner-Festival im Aquapark das Letzte gegeben. Jetzt saßen 98 erwartungsvolle junge Menschen (Rekordteilnehmerzahl) mit den Lehrkräften Frau Schmidt, Frau Weinmair, Herrn Görgner, Herrn Meindl sowie mir als Leiter dicht gedrängt in zwei Bussen der Firma Wiesheu aus Oberappersdorf und konnten sich erst einmal für ein paar Stunden von den Strapazen der zurückliegenden Tage auf der Autobahn erholen.

Nach einer kurzen Mittagspause besichtigten wir den Dresdener Zwinger und erkundeten anschließend in Kleingruppen die barocke Altstadt von Elb-Florenz. Höhepunkt war am nächsten Morgen der Besuch der im Krieg völlig zerstörten Frauenkirche mit ihrer prächtigen Kuppel.

Ab Montagabend hatten wir dann Berlin fest in unserer Hand. Zwei Gruppen besuchten die Musicals „Schuh des Manitu“ im Theater des Westens bzw. „Dirty Dancing“ im Theater am Potsdamer Platz. Das Urteil war in beiden Fällen eindeutig: Technisch perfekt gemacht, aber irgendwie war unser eigenes Musical an Schule doch schöner gewesen. Das hätte sicher auch MdB Franz Obermeier so gesehen, der ja am Samstag noch als Ehrengast in der Stadthalle Moosburg gesichtet worden war. Ihm fehlte allerdings der direkte Vergleich, weil er in der Hauptstadt nur das übliche Sommertheater im Bundestag und in den Ausschüssen miterlebt hatte. Die Diskussion mit ihm im Paul-Löbe-Haus kreiste um Gentechnik, die Wahl im September und den Klimawandel. Etwas hitziger wurde die Debatte nur beim Thema „Wehrpflicht“. Beeindruckt zeigten sich die Schüler von der gelungenen Verbindung zwischen Tradition und Moderne beim Plenarsaal des Bundestages im Gebäude des Reichstags. Leider war die Kuppel wegen Reinigungsarbeiten gesperrt, so dass wir uns mit einem Rundgang auf der Dachterrasse bescheiden mussten. Einige erklommen daher mit Frau Schmid und Frau Weinmair den Fernsehturm am Alexanderplatz.

Das Programm war i. d. R. dicht gedrängt. In Gruppen erkundeten wir das historische Zentrum von Berlin entlang der Prachtstraße „Unter den Linden“, durchschritten selbstverständlich auch das Brandenburger Tor und umrundeten bei fast tropischen Temperaturen gegenüber dem Dom die Museumsinsel. Höhepunkt war hier der Besuch des monumentalen Pergamon-Altars und der rekonstruierten Prachtstraße von Persepolis im Pergamon-Museum. Mit Herrn Meindl suchte die Klasse 11c ausgehend vom Checkpoint Charlie die immer spärlicher werdenden Hinweise auf die Berliner Mauer und Herr Görgner zeigte seinen Schülern mit dem Nikolaiviertel die ältesten Teile der Stadt. Dass noch längst nicht alle Spuren und Verwundungen, die 40 Jahre SED-Herrschaft hinterlassen haben, vernarbt sind, bewies der Besuch des Stasi-Gefängnisses in Hohenschönhausen. Wir wurden von ehemaligen Häftlingen durch den Gebäudekomplex geführt. Besonders schockierend war der Besuch des Kellers, in dem noch bis Anfang der 60er Jahre politische Gefangene gefoltert wurden. Später verlegte sich die Stasi zunehmend auf die psychologische Kriegsführung, wobei mit gezielter Desinformation und Isolationsfolter die Persönlichkeitsstruktur der Deliquenten zersetzt werden sollte.
Auch die Hinterlassenschaften von Hitlers Gewaltherrschaft standen auf unserem Besuchsprogramm. Während wir am Olympiastadion wegen eines Konzerts vor verschlossener Tür standen und die Architektur nur von weitem bewundern konnten, erwanderten wir das Holocaustmahnmal mit seinen Hunderten von Betonstelen am Rande des Tiergartens.
Schließlich kam auch das moderne Berlin noch zu seinem Recht. Auf einer spontan anberaumten Bootsfahrt auf der Spree ließen wir uns am Kanzleramt , von den Berlinern liebevoll „Kohls Waschmaschine“ genannt, vorbeitreiben und kehrten schließlich bei einer unserer Mittagspausen im Sony-Center am Potsdamer Platz ein. Wer immer noch nicht genug hatte, konnte im KaDeWe oder entlang des Kurfürstendamms shoppen gehen.

Am Donnerstagvormittag verließen wir Berlin für ein paar Stunden Richtung Potsdam. Im Schloss Cecilienhof wurden wir durch die Arbeitszimmer von Stalin , Churchill und Truman und in den Konferenzsaal des berühmt-berüchtigten „Potsdamer Abkommens“ vom Sommer 1945 geführt. Ein Abstecher zum Weinberg von Schloss Sanssouci und eine kurze Mittagspause am Rand des Holländischen Viertels in der Potsdamer Altstadt rundeten diesen Ausflug ab.

Wir waren immer wieder erstaunt, wie geduldig und z. T. auch recht interessiert die Schüler dieses Mammutprogramm über sich ergehen ließen und wie schnell sie sich nach einer kurzen Dusche im Meininger Hostel am Halleschen Ufer wieder regenerierten, um meist ab 20 Uhr endlich zu ihrem „Abendprogramm“ aufzubrechen zu können. Die Rückkehrer waren stets pünktlich und steckten mit ihrer guten Laune auch den „Lehrkörper“ an. Gelungener Abschluss der Studienfahrt war der gemeinsam verbrachte Donnerstagabend rund um die Hackeschen Höfe. Die Liegestühle auf der Wiese mit Blick auf Spree und Museumsinsel vermittelten uns bei sehr lauen Temperaturen so ein richtiges Urlaubsfeeling.

Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören. Dieses Motto beherzigten wir. Am Freitag ging es ohne Stau und nur mit einem kurzen Zwischenstopp in Bayreuth (Besuch des Markgräflichen Opernhauses) zurück nach Moosburg. An dieser Stelle noch einmal mein Dank an alle beteiligten Schüler, Lehrkräfte und die Busfahrer Hans und Robert für das Gelingen dieser wunderschönen Studienreise.

 





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