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29.11.2012
  Von: Christine Warda

Wie sauber ist der Sport?

 

Anti-Doping-Vortrag von Dr. Markus Loibl

„Bitte keine Generalverdächtigungen!“, das war das abschließende Credo von Dr. Markus Loibl, mit welchem der als "Doping-Control-Delegate" des Europäischen Leichtathletikverbandes tätige Arzt eine Lanze für die Glaubhaftigkeit sportlicher Leistung brach... Ein überraschendes Statement, für jemanden, der „so nah dran“ ist!?

Das im Lehrplan der Sporttheorie verankerte Thema Doping war gerade in diesem Jahr höchst brisant und schürte Misstrauen in der Öffentlichkeit gegenüber erfolgreichen Athleten bei internationalen Wettbewerben. Auch bei den Q12 Schülern des Additum Sport wurde heftig diskutiert!

Da traf es sich gut, dass ein Fachmann auf diesem Gebiet ein „Alumnus“ des Karl-Ritter-von-Frisch Gymnasiums ist! Dr. Loibl, tätig an der Universitätsklinik Regensburg, folgte der Einladung des Kurses von Frau Warda und nahm sich in seinem Urlaub Zeit, seine alte Schule zu besuchen, vor 26 Schülern der Oberstufe und Kollegen der Sportfachschaft einen lehrreichen und kurzweiligen Vortrag zu halten und deren Fragen zu beantworten.

Mittels einer Powerpoint Präsentation und lebendigen Berichten, bekamen wir zunächst Einblick in die Arbeit des Arztes, veranschaulicht durch Fotos aus seiner privaten Sammlung, auf denen er z.B. bei verschiedenen internationalen Sportevents in unterschiedlichen Teilen der Welt zu sehen war.

Anschließend erklärte Herr Loibl dem Publikum verschiedene Methoden und Substanzen anhand berühmter Fallbeispiele aus der Vergangenheit, wie z.B. Ben Johnson und Marion Jones. Deutlich wurde hierbei nicht nur, wie sich Doping, sondern auch die Möglichkeit der Nachweisbarkeit im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelt hat. Eine zentrale Rolle beim Kampf gegen Doping kommt dabei der digitalisierten Datenerfassung zu.

Sehr anschaulich wurde das Prozedere von Kontrollen vermittelt, denn Dr. Loibl hatte originalverpackte Utensilien (ohne gelben Inhalt!) dabei, welche sogar manchen Schülern aus eigener Erfahrung im Leistungssport bereits bekannt waren.

Im „Unterrichtsgespräch“ mit persönlichen Berichten von Referent und Schülern wurde klar, dass dem Zeitfenster zwischen Einnahme und Kontrolle eine besondere Bedeutung beim Dopingnachweis zukommt.

Aber auch, wenn „alles richtig gemacht wird“ und Kontrollen großflächig angelegt sind (eine Kostenfrage!), räumte der Spezialist letztlich ein, dass bislang Dopingsünder den Kontrolleuren leider meist einen Schritt voraus sind.

Dr. Loibl ist dennoch überzeugt, dass es kein Kampf gegen Windmühlen ist, denn diese würden kleiner, oder, um bei Bildern aus dem Sport zu bleiben, der „Abstand“ der Verfolgergruppe wird geringer, die Ausdauer der Kommissionen ist (hoffentlich) noch lange nicht ausgeschöpft...

Denn der Sport an sich und die Hochachtung vor menschlicher Leistung macht es wert, gegen Doping zu kämpfen!

Ist es nicht versöhnlich zu wissen, dass, gerade nach diesem Olympiasommer und der traurigen Wahrheit um Lance Armstrong, jemand, der mit Spitzensportlern, wie Usain Bolt und seinesgleichen zu tun hatte, noch immer an einen sauberen Sport und an Leistungen glaubt und dazu auffordert, es ihm gleich zu tun?!





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