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24.11.2012
  Von: Moosburger Zeitung

Tipps von den „alten Hasen“

 

Interview mit ehemaligen Schülerinnen am Berufsinfoabend des Gymnasiums

Berufsinformationsabende haben am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium seit 1996 Tradition. Alle zwei Jahre informieren ehemalige Schüler über ihre Erfahrungen mit Studium und Beruf. So auch dieses Jahr, als am Donnerstag der neunte Berufsinformationsabend am Gymnasium stattfand.

Werner Fleischmann von der Schulleitung legte bei der diesjährigen Veranstaltung einen Schwerpunkt auf die „MINT“-Fachbereiche Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieur, Biologie, Chemie und Elektrotechnik. Aber es gab auch Informationen generell zum Studienanfang oder speziell zum Studieren in Österreich. Die Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 bis 12 konnten aus 25 Referenten wählen und sich bis zu drei Vorträge anhören. Das Interesse der künftigen Ärzte, Chemiker, Eventmanager, Juristen, Psychologen oder Volkswirte war groß und so kamen etwa 300 Schüler zur Beratung durch die „Ehemaligen“.

Schülerin Anna Böffgen aus der Q-Phase hat sich mit drei der Referentinnen unterhalten:

Christine Simeth hat 1989 das Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium nach dem Abitur verlassen und arbeitet nun, nach dem Abschluss mehrerer Ausbildungen, als Globale Systemmanagerin bei der Süd-Chemie AG in Moosburg. Im Jahr 2006 hat Anna Mintrop in Moosburg ihr Abitur gemacht und ist nun mitten im Psychologie-Studium in Innsbruck. Vor fünf Jahren, im Sommer 2007, hat Luise Mintrop das Gymnasium in Moosburg erfolgreich abgeschlossen. Seit ihrem Bachelor-Abschluss in Chemie ist sie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg immatrikuliert, um ihren Master zu machen.

 

Welche Rolle haben persönliche Neigungen bei Ihrer Studienwahl gespielt?

Christine Simeth: Ich habe mich nach dem Abitur erst für eine Ausbildung zur Industriekauffrau entschieden. Nachdem ich festgestellt hatte, dass Sprachen in unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken sind und sie viele Türen öffnen, entschied ich mich für die Ausbildung zur staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondentin mit Hauptsprache Englisch und Zusatzsprache Französisch.

Anna Mintrop: Persönliche Neigung hat wohl die größte Rolle bei der Wahl des Studienfachs gespielt. Nach meinem Freiwilligen Sozialen Jahr hat sich mein Wunsch, Psychologie zu studieren, verfestigt und bis heute zweifle ich nicht daran.

Luise Mintrop: Ich habe mit dem Chemiestudium begonnen, da ich an dem Fach interessiert war und bin. Ich hatte im Leistungskurs einen sehr guten Lehrer und er hat wohl viel dazu beigetragen, dass ich bei Chemie gelandet bin. Er hat das Ganze fair und spannend gestaltet, mein Interesse war hoch und entsprechend fielen auch die Noten aus. Ein Stück weit bin ich außerdem nach dem Ausschlussverfahren vorgegangen.

 

Inwieweit stimmt Ihre heutige Tätigkeit im Rückblick mit Ihren Vorstellungen bei der Wahl des Ausbildungsweges überein? Würden Sie sich heute anders entscheiden?

Christine Simeth: Die Wahl war eine gute, ich kann heute beide Ausbildungen – Sprachen und Betriebswirtschaft – sehr gut in mein jetziges Aufgabengebiet einbringen. Gerade jetzt bin ich sehr viel in Frankreich unterwegs und froh darüber, der französischen Sprache mächtig zu sein. Außerdem arbeite ich in einem internationalen Konzern, in dem fast alle Dokumente in englischer Sprache verfasst sind und die Korrespondenz in Englisch erledigt wird. Die Ausbildung bietet mannigfaltige Entwicklungsmöglichkeiten.

Anna Mintrop: Noch bin ich nicht fertig mit dem Studium. Dennoch bereue ich meine Studienwahl nicht. Ich habe ein weites Feld an Möglichkeiten für einen späteren Beruf und genieße diesen Freiraum sehr. Das Studium behandelt einige Bereiche der Psychologie, die mir vorher nicht bekannt waren und die ich teilweise nicht so interessant finde. Aber auch für meine Spezialisierung bin ich froh, aus vielen Bereichen Wissen erlangt zu haben. Ob ich mich nochmals so entscheiden würde, weiß ich nicht. Generell bereue ich aber nichts.

Luise Mintrop: Ich studiere momentan noch und liege in den letzten Zügen meines Master-Studiums. Ich habe einen Weg vor mir, der wahrscheinlich mit einem Doktortitel endet, im Rückblick ein kleiner Nachteil des Studiums. Der Doktortitel wird leider in der Industrie fast schon verlangt. Dessen sollte man sich bei einigen Studiengängen bewusst sein. Was ich über das bisherige Studium sagen kann, ist, dass ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde. Im Laufe des Studiums spezialisiert man sich zwangsläufig, somit wird das Ganze natürlich interessanter und umso mehr entwickelt man eine eigene Initiative beim Lernen.

 

Welche Empfehlungen geben Sie uns Abiturienten?

Christine Simeth: Ich würde Ihnen primär empfehlen, das zu machen, was Ihnen Freude macht. Nur wer mit Enthusiasmus und Freude an eine Sache herangeht, kommt auch im Beruf weiter.

Anna Mintrop: Informiert euch vorab, wenn ihr schon wisst, was ihr machen wollt, und kämpft für eure Wünsche! Lieber ein Jahr warten auf einen Studienplatz, als das gesamte Berufsleben bereuen, dass man sich nicht seinen Wunsch erfüllt hat.

Luise Mintrop: Vor der Studienwahl sollte man sich gut informieren und viele verschiedene Studiengänge anschauen. Immer der eigenen Facon folgend, was einen interessiert oder anspricht, einfach ausprobieren. Es ist kein Beinbruch, etwas Angefangenes abzubrechen. Sollte man zu Beginn des angestrebten Studiums nicht den richtigen Notenschnitt haben, darf man sich nicht entmutigen lassen. Man findet seine eigene Nische, auch wenn man etwas links oder rechts des gewünschten Faches studiert. Für das Chemiestudium im Speziellen gilt, dass man sich nicht nur auf das Studium reduzieren sollte. Man sollte vom ersten Semester an Dinge suchen, die einem Spaß machen: Sport, Yoga, Orchester oder einfach nur mit Freunden oder Kommilitonen abhängen. Man muss sich die Zeit nehmen, sie fliegt einem nicht zu. Es gilt, Prioritäten zu setzen, denn die „außerstudentischen“ Tätigkeiten sind genauso wichtig wie der Fokus auf das Studium.





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