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30.06.2012
  Von: Robert Stangl (Moosburger Zeitung)

Siesta auf der Baustelle

 

95 Abiturienten setzen die Bauhelme ab und bekommen ihre Zeugnisse überreicht

Fotos: Stephan Hager

Für die Schüler, die am Freitag ihre Abiturzeugnisse bekommen haben, war der Weg bis dahin ein ziemlich steiniger. Nicht nur, dass sie erst der zweite Jahrgang des G 8 sind, an dem noch immer ständig herumgeschraubt wird. Die meiste Zeit ihrer gymnasialen Laufbahn mussten sie auch auf einer Großbaustelle lernen. Jetzt aber haben die 95 Abiturienten 2012 des Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasiums ihr Ziel erreicht und können sich auf ihren Lorbeeren ausruhen – so zumindest klingt es in ihrem Motto an: „Abios Amigos ! Endlich Siesta auf der Baustelle !“

Schon früh mussten die jetzigen Abiturienten „die Bauhelme aufsetzen“, erzählte Jahrgangssprecher Manuel Dahnert bei der offiziellen Abiturfeier in der Schäfflerhalle. Eines Tages sei er so in Gedanken versunken in den Pausenhof gegangen und „plötzlich war der nur noch halb so groß“. Dafür habe es später „einen schönen neuen Pausenhof und eine Mensa“ gegeben. Doch damit waren die Bauarbeiten an der Schule längst nicht abgeschlossen. „Schließlich konnte der Altbau gegenüber nicht so stehen bleiben. Was mit ein paar neuen Fenstern begann, endete in einer Generalsanierung“ – also Bauhelme wieder auf. Die Bedingungen hätten auch den Schülern zugesetzt, betonte Dahnert, weshalb auch so manches Entschuldigungsschreiben verspätet eingetroffen sei. Nun aber: „Eine Baustelle ist geschafft, wir begeben uns zur nächsten.“

Die Umbauten an der Schule hätten „viel Kraft gekostet“, sagte Direktorin Karolina Hellgartner. Besonders der jetzt verabschiedete Jahrgang habe diese „besonders intensiv erlebt“ – mit „Presslufthammer und Schleifmaschine während  des Unterrichts“. Baustellen seien „lästig“, so Hellgartner, doch oft „unumgänglich“. Das ganze Leben sei eine Baustelle, sagte die Schulleiterin, die den Schülern einige gute Ratschläge mit auf den Weg gab: „Vergessen Sie nie ihre Mitmenschen und ihre Wurzeln“, sagte sie. Außerdem müsse man Rückschläge akzeptieren, denn die seien „eine selbstverständliche Zugabe“.

„Die Erleichterung ist Ihnen ins Gesicht geschrieben“, sagte Bürgermeisterin Anita Meinelt zu den Abiturienten. Diese hätten „eine erste wichtige Phase des Lebens abgeschlossen“, wozu sie recht herzlich gratulierte. Auf der weiteren Strecke würden einem immer wieder „neue Türen geöffnet“, sagte Andrea Huber, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats. Es gelte nun für jeden Einzelnen, die „Lebenslust, Energie und Freude von heute“ mitzunehmen und den „ganz eigenen Weg zu finden“.

Unfälle gehören auf einer Baustelle „leider zum Alltag“, sagte Oberstufenkoordinator Karl Rausch. Von 108 Schülern seien in den zwei Oberstufenjahren 13 auf der Strecke geblieben, also etwa zwölf Prozent. Das sei eine „erschreckend hohe Quote“. Er schickte in diesem Zusammenhang eine Spitze in Richtung Regierung: „Die Sicherheit auf der Baustelle G 8 muss also in den nächsten Jahren deutlich verbessert werden.“

CSU-Landtagsabgeordneter Dr. Florian Herrmann hatte gestern „die von SPD und Grünen aufgestellte Behauptung“, in diesem Jahr seien mehr Schüler beim Abitur durchgefallen, zurückgewiesen. „Die Abiturergebnisse liegen im erwarteten Korridor“, teilte er mit. Von einer Durchfallerquote von zehn Prozent könne keine Rede sein, bayernweit seien es heuer 3,7 Prozent gewesen. An der Moosburger Schule sind zwei Prozent an der letzten Hürde, den Abiprüfungen, gescheitert.

Dafür gab es dreimal die Traumnote 1,0: Julia Spanier, Sandra Graf und Xiaoliang Zhang hatten das bestmögliche Ergebnis erzielt. Letzterer hat mittlerweile ein Stipendium für das Max-Weber-Programm. Besonders stolz sind die Verantwortlichen an der Schule darauf, dass alle neun Schüler, die nach der Realschule die Einführungsklasse besucht und jetzt zum Abitur angetreten waren, auch bestanden haben. Und auf Benedict Gruber, der schon während der Schulzeit gleichzeitig sein Informatikstudium an der TU München begonnen hatte.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Bigband unter Leitung von Stefan Pellmaier sowie von Yara Noufal und Anette Horsch. Die beiden Damen waren aus dem Kreis der Absolvia übrig geblieben, nachdem das ursprünglich sechsköpfige Ensemble „gebröckelt“ war, wie Pellmaier sagte. Doch auch diese Baustelle meisterten die zwei Verbliebenen und hinterließen „ungeprobt“ einen hervorragenden gesanglichen Eindruck.





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