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15.09.2011
  Von: Christine Warda

BeRAUSCHendes Weimar

 

mit Karl dem Großen auf den Spuren deutscher Geschichte

Besser könnte der Start in eine „letzte Runde“ kaum sein...: Das Schuljahr war erst zwei Tage alt, da machte sich eine Schar Schüler des kommenden Abiturjahrganges auf, um „aufzutanken“: Kultur pur.- Den Geist der Weimarer Klassik am eigenen Leib erleben und trockenes Buchwissen zu Geschichte und Literatur lebendig werden zu lassen, war die Mission.

Von unserer Unterkunft in Erfurt aus, erreichten wir am Freitag bei herrlichem Wetter nach kurzer Zugfahrt das Städtchen Weimar, wo nicht nur Goethe und Schiller auf uns warteten. Die Bitte, auf gutes Schuhwerk zu achten, war berechtigt:  Unser „Stadtspaziergang“ sollte viele Stationen enthalten, welche es in einem sehr ausgefüllten Tag zu erlaufen galt.

Die Tour führte uns vom Bahnhof aus durch unterschiedliche Zeiten Weimars, an deren wichtige Ereignisse Sehenswürdigkeiten erinnern. So wurden die Schüler z.B. beim ersten Stopp beim Thälmann-Denkmal mit der jüngeren deutschen Geschichte konfrontiert, bevor sie auf dem Friedhof der Jakobskirche von Christiane Vulpius und ihrer Beziehung zu Goethe erfuhren, wie auch von Schillers Tod und der Suche nach dessen Gebeinen. In der Herderkirche wurden wir über diesen wichtigen Theologen und Philosophen informiert und bestaunten den Cranach-Altar. Vorbei ging es anschließend am Rathaus, dem Gasthof „Zum schwarzen Bären“ und dem Hotel „Elephant“ nicht ohne entsprechenden „Input“ unter anderem zu Thomas Manns „Lotte in Weimar“. Auf dem Platz der Demokratie galoppierten wir am Carl August Denkmal vorbei, warfen einen kurzen Blick ins Foyer der Anna Amalia Bibliothek und verschnauften im Schatten des Ginkgobaumes beim nächsten Halt. Vom Weltenbaum führte unser Weg direkt zum Ort, an dem Weltliteratur geschrieben wurde: dem Frauenplan mit Goethes Wohnhaus. Leider konnten wir uns nur von Außen ein Bild von dieser Wirkungsstätte machen, da Führungen in den „heiligen Hallen“ schon lange Zeit vorher restlos ausgebucht waren. Vor einer kurzen Pause flanierten wir noch durch die Esplanade/ Schillerstraße bis zum Theaterplatz, wo wir auch über Weimars politische Relevanz im letzten Jahrhundert (Weimarer Republik) erfuhren und natürlich die obligatorischen Fotos vor dem Goethe und Schiller Denkmal schossen. Das Bauhausmuseum gegenüber galt zwar als Tipp für die Pause, aber andere Bedürfnisse der Schüler waren wohl größer.

Nach ca. einer halben Stunde trafen sich alle vor dem Schillerhaus wieder. Eine sympathische Dame führte uns durch die Räume, erzählte lebendig und kurzweilig von Schillers Leben und Tod, kitzelte ein wenig Wissen aus uns heraus und bat darum, der Versuchung zu widerstehen, es sich auf Schillers Stühlen bequem zu machen.

Nach einer weiteren, nun etwas längeren Pause stand nachmittags die Fürstengruft, Bauhaus Universität und der Park an der Ilm mit Stopps am Liszt-Haus, dem Römischen Haus und Goethes Gartenhaus auf dem Programm und nicht nur dem ein oder anderen Schüler wurden trotz Interesse und Kulturbeflissenheit die Füße immer schwerer...

Den unterhaltsamen Abschluss dieses Weimar-Tages bildete der Besuch des Galli-Theaters, wo auf humoristische, interaktive und musikalische Weise die deutsch-deutsche Vergangenheit aufgearbeitet wurde, die den Moosburger Schülern derart wohl neu gewesen sein dürfte (Schokoladenprobe aus dem „Ostalgie-Shop“!).

Vor der Abfahrt aus Erfurt am nächsten Tag hieß es keine Müdigkeit vorschützen, das Programm wurde fortgesetzt und folgende Fragen beantwortet: Was bedeutet der Schriftzug: „Willi Brandt ans Fenster“? Welche Rolle spielte hier Martin Luther? Warum war Erfurt eine so wohlhabende Handelsstadt? Was haben Krämerbrücke und Ponte Vecchio gemeinsam? Und natürlich sollte man Erfurt nicht verlassen, ohne den Dom besucht zu haben – womit wir dem Pabst zuvor kamen.

Fazit nach anderthalb sehr ausgefüllten Tagen war:

Trotz des straffen Programms dieser Exkursion waren alle Schüler diszipliniert und bester Laune. Es gelang hoffentlich, in kurzer Zeit einen umfassenden Eindruck von der Stadt Weimar zu vermitteln, indem man auf einer zugegebenermaßen ehrgeizigen Tour das Wichtigste gesehen hat und dennoch genug Zeit blieb, die Atmosphäre entspannt genießen zu können. Bestimmt laden die „vernachlässigten“ Sehenswürdigkeiten sowie der Charme der Stadt den ein oder anderen ein, Weimar ein weiteres Mal zu besuchen.

 





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